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Guute Februar 2019

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28 | TOURISMUS

28 | TOURISMUS Februar 2019 | GUUTE MAGAZIN Wichtige Vorarbeit Viel Vorarbeit, um die Gemeinden für den Beitritt zum TVB Donau OÖ zu begeistern, leisteten Obmann Friedrich Bernhofer und Geschäftsführerin Petra Riffert von der „Werbegemeinschaft Donau OÖ“. Donauradweg, Donau-Höhenwanderweg und Donausteig sind bereits drei erfolgreiche Produkte der bisherigen Zusammenarbeit. Zur Werbegemeinschaft gehören auch die Landeshauptstadt Linz und noch andere Gemeinden: Linz wird ein eigener TVB, andere Gemeinden müssen sich erst entscheiden. ZUSAMMENARBEIT Neuer Tourismusverband Donau mit 20 Mühlviertler Gemeinden 50 Gemeinden nördlich und südlich der Donau arbeiten in der „Werbegemeinschaft Donau OÖ Tourismus GmbH“ seit Jahrzehnten erfolgreich zusammen. Ein Vorbild, das Wirkung zeigt: Ein Großteil dieser Gemeinden tritt auch dem neuen Tourismusverband Donau OÖ bei. Insgesamt sind derzeit 33 Gemeinden dabei, davon 20 aus dem Mühlviertel. Das oö. Tourismusgesetz 2018 sieht vor, aus 104 Tourismusverbänden (TVB) rund 20 zu formen. „Dadurch werden schlagkräftige Organisationen geschaffen“, ist Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner (VP) überzeugt, „der TVB Donau OÖ ist der größte davon!“ Offiziell aus der Taufe gehoben wurde der neue Verband vor wenigen Tagen bei seiner Gründungsversammlung in Linz. Ziel der neuen Struktur ist es, dass auf allen touristischen Ebenen landesweit „Nur durch das optimale Zusammenspiel aller Kräfte kann Oberösterreich noch begehrter und bekannter werden“ LR MARKUS ACHLEITNER Freude über den neuen Tourismusverband Donau OÖ. bei Friedrich Bernhofer, LR Markus Achleitner, Petra Riffert und Bgm. Manfred Nenning. zusammengearbeitet wird, „denn nur durch das optimale Zusammenspiel aller Kräfte kann Oberösterreich noch begehrter und bekannter werden“, betont Achleitner. Verbunden mit der Neuaufstellung im Tourismus ist auch eine Veränderung in der Finanzierung. Für eine Nächtigung beträgt die Tourismusabgabe zwei Euro, die an den TVB abzuführen ist. 40 Prozent davon gehen an die Gemeinden zurück, damit sie ihre touristischen Aufgaben vor Ort finanzieren können. Dazu kommen noch wie auch bisher verschiedene Interessentenbeiträge. Neu ist eine Abgabe für leer stehende Wohnungen, die auch an den TVB zu überweisen ist. Wie groß daraus die Erträge sind, werden die Erfahrungen zeigen. Der neue TVB Donau OÖ kommt auf 370.000 Nächtigungen und ein Budget von 1,2 Millionen Euro. Im Rahmen einer Strategieklausur, für die viele Grundlagen zur Verfügung standen bzw. stehen, wie etwa das Tourismuskonzept 2016/26 für den Donauraum Ober- und Niederösterreich sowie Wien oder auch das OÖ Tourismuskonzept 2022, haben Vertreter der 33 TVB Donau OÖ-Mitglieder Weichen für die zukünftige Arbeit gestellt, betonte Riffert. Die Gäste sollen auch angeregt werden, die Angebote von Kultur, Natur, Gesundheit, Wellness, Mountainbiken usw. zu nutzen und deswegen ein paar Tage länger im Donauraum zu verweilen. In Zusammenarbeit mit den Unternehmen wird ein Ganzjahres-Tourismus angestrebt. Ein ganz wesentliches Standbein in der Donauregion ist der Ausflugstourismus der Einheimischen. Sitz in Bad Kreuzen Sitz des neuen TVB Donau OÖ ist die nächtigungsstärkste Gemeinde Bad Kreuzen. Bürgermeister Manfred Nenning muss die Strukturen des neuen Verbandes auf den Weg bringen. Zufrieden ist er mit der großen Lösung, die der oö Landtag beschlossen hat: „Die Gäste nehmen ja nur noch Regionen wahr, eine einzelne Gemeinde ist nicht in der Lage, international neue Märkte zu erobern. Deshalb setzen wir große Hoffnungen in die überregionalen Verbände.“ Zum Tourismusverband Donau OÖ gehören aus dem Mühlviertel 20 Gemeinden: Neustift, Oberkappel, Pfarrkirchen, Sarleinsbach, Hofkirchen, Lembach, Niederkappel, Kirchberg, St. Martin, Kleinzell, Feldkirchen, Eidenberg, Ottensheim, Steyregg, Naarn, Mitterkirchen, Bad Kreuzen, Grein, St. Nikola, Waldhausen. ♦ Wolfgang Reisinger Foto: Land OÖ/LIedl

GUUTE MAGAZIN | Februar 2019 29 | SPORT FELDKIRCHEN Judoka lässt mit Top-Leistungen aufhorchen National und international lässt der Feldkirchner Florian „Flo“ Doppelhammer (29) mit Spitzenleistungen aufhorchen. Fotos: Sellner, Privat In der Mannschaft Dynamic One der 1. Judo-Bundesliga ist der Judoka die Nummer 1. In der Klasse bis 66 Kilogramm gewann er in den vergangenen beiden Jahren jeweils 14 von 16 Kämpfen in der Mannschaftsmeisterschaft. In Krems schaffte er 2018 den ersten Einzel-Staatsmeistertitel – nach vier Mal Vizemeister und einem dritten Platz! „Es war ein reines Mühlviertler Finale, in dem ich gegen Tobias Weixelbaumer aus St. Peter vom UJZ Mühlviertel gewonnen habe“, freut sich der angehende Sportwissenschaftler, der kurz vor dem Abschluss seines Master-Studiums an der Universität Wien steht. Der Titelgewinn hatte eine Einladung zum Olympic Trainingscamp nach Mittersill zur Folge: „Dort habe ich die Chance, mit Olympiasiegern und Weltmeistern aus aller Welt zu trainieren und viel zu lernen“, freut sich „Flo“ über diese Berufung. Ein großer sportlicher Erfolg für „Flo“ war auch die Teilnahme an den Studenten-Europameisterschaften in Portugal: Er holte in seiner Gewichtsklasse die Silbermedaille! DOPPELHAMMER Florian „Flo“ Doppelhammer begann im Alter von sechs Jahren mit dem Judosport – auf spielerische Weise. „Gerhard Öhlinger hat vor 30 Jahren mit dem Judosport in Feldkirchen begonnen“, weiß Florian. Damals hat die Sektion Judo der Union Hartkirchen in Nachbarorten Kurse für diesen schönen Sport organisiert. Daraus sollte eine große Erfolgsstory werden. Sportliche Ziele Mit der Mannschaft Dynamic One hat Florian Doppelhammer heuer ein großes Ziel: „Wir wollen ins Final Four, das wir voriges Jahr knapp verpasst haben.“ Er ist sich da mit Obmann Michael Schatzl einig. „Wir kämpfen seit zwei Jahren in der 1. Bundesliga, das Zuschauerinteresse im Feldkirchner Sport- und Kulturzentrum nimmt stark zu. Die Wettkampfbedingungen sind für uns dort ideal“, schwärmt „Flo“. Ein Mühlviertler Duell um den Titel: Florian Doppelhammer links gegen Tobias Weixelbaumer aus St. Peter/Wbg. Im Vorjahr erreichte Dynamic One den 6. Platz im Grunddurchgang und schrammte nur knapp am Finale der besten Vier vorbei. Derzeit arbeitet Florian Doppelhammer als Koordinator für sportliche Talente im Alter von 10 bis 14 Jahren, die das Peuerbach-Gymnasium in Urfahr besuchen. Sie sollen sich durch optimale Bedingungen im oö Trainingsleistungszentrum auf der Gugl in Linz auf ihre Sportart und durch erfahrene Trainer vorbereiten können. Dazu ist es erforderlich, Schule und tägliches Training gezielt zu organisieren. Träger dieses Leistungszentrums ist ein Verein, dessen Obmann der Alberndorfer Hannes Seyer ist; er ist auch Landessportdirektor-Stellvertreter. Im oö. Judoverband ist Doppelhammer als Schüler-Landestrainer für den Nachwuchs zuständig. Dafür gibt es Trainingscamps, wie etwa in den Weihnachtsferien, und viele Turniere. Auch im österreichischen Judoverband arbeitet er im Rahmen seinen sportwissenschaftlichen Studiums mit. Er selbst trainiert fünf Mal in der Woche, wozu Laufen, Kraftkammer und Technik dazugehören. Er ist zwar sportlicher Leiter im Verein, aber sein persönlicher Trainer und „Chef“ bei Mannschaftskämpfen ist Obmann Schatzl. www.dynamicone.at ♦ -w.r.- Bei den Studenten-Europameisterschaften holte Florian Doppelhammer die Silbermedaille.