Aufrufe
vor 6 Monaten

Guute Jänner 2019

  • Text
  • Guute
  • Magazin
  • Leonfelden
  • Region
  • Lokales
  • Wippro
  • Gallneukirchen
  • Projekte

26 | LOKALES

26 | LOKALES Jänner 2019 | GUUTE MAGAZIN „Raureif“ – junger Feldkirchner bringt Kultgetränk auf den Markt Raureif – das ist ein säuerliches alkoholfreies Erfrischungsgetränk aus drei Beeren und Weintrauben. Die Rezeptur dazu entwickelte der Feldkirchner Bernd Menzl (25) vor vier Jahren. Nun will der Jungunternehmer mit seiner jungen Firma Raureif KG so richtig durchstarten. Bernd Menzl entwickelte das neue Getränk mit dem Namen „Raureif“. Raureif ist in der Region u.a. in den Filialen der Naturbackstube Honeder erhältlich. Raureif ist auf dem besten Weg, ein Kultgetränk zu werden. Das Grundprodukt ist der Verjus, der feine, säuerliche, grüne Saft unreifer Weintrauben. Im Mittelalter war der Verjus Bestandteil vieler Rezepte. In Mitteleuropa wurde der Saft durch die Zitrone aus Asien verdrängt. Der Verjus verschwand aus fast allen Küchen, erobert aber die Spitzengastronomie wieder zurück. Die unreifen Trauben werden im Sommer vor der Färbung geschnitten; etwa die Hälfte wird vom Weinstock genommen, damit die verbliebenen gleichmäßig reifen können. Der Saft wird nach dem Pressen gefiltert und pasteurisiert. Das „Abfallprodukt“ Verjus kostet im Handel etwa so viel wie eine gute Flasche Wein. Er wird auch als Aperitif verwendet. Das brachte Bernd Menzl auf die Idee, Trauben und Beeren zu mischen und daraus ein neues Getränk zu kreieren. Die feinherbe Vogelbeere ist eine Vitaminbombe. Die ursprünglich giftige Frucht der Eberesche kann allerdings erst nach den ersten Nachtfrösten geerntet und verwendet werden, wenn die Beeren den ersten Raureif „gesehen“ haben. Davon kommt auch der Name des Getränks – eben Raureif. Die Aronibeere hat viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente in sich. Vitamin C und Kalium der süßen Holunderbeere stärken das Immunsystem. Sie gibt dem Raureif die zurückhaltende Süße und rundet den Geschmack ab. Um diesen stabil zu halten, werden je nach Bedarf noch einige Spritzer vom süßen Saft reifer Trauben hinzugefügt. In jeder Flasche ist auch ein Anteil Wasser dabei. Ideales Mixgetränk „Herausgekommen ist das leicht herbe und doch leicht süße Raureif-Getränk, das auch zu allen Speisen getrunken wird“, freut sich der Jungunternehmer über das Echo. „Der alkoholfreie Raureif eignet sich auch sehr gut als Mix-Getränk, etwa mit Wein, Wodka, Gin, aber auch mit Mineralwasser oder auch als hochwertiger ‚Füller‘ für Long-Drinks“, betont Menzl. Abgefüllt wird Raureif in 0,33-Liter–Flaschen im Mostviertel. „Jetzt ist die Zeit gekommen, voll durchzustarten“, schaut Menzl hoffnungsfroh auf 2019, „das Echo auf den Raureif ist sehr gut. Es gibt ihn in Linz/ Wels und Umgebung schon in mehreren Cafes und in der gehobenen Gastronomie, aber auch in speziellen Läden, wie etwa in vielen der 20 Filialen der Naturbackstube Honeder in Linz und im Mühlviertel.“ Auch in Wien und Graz ist Raureif schon zu haben. Das Salzkammergut und Salzburg will Menzl vom Raureif selber überzeugen, für Tirol und Vorarlberg sucht er Handelspartner. „Ich koche leidenschaftlich gerne“, sagt Bernd. Er sammelte viele Erfahrungen in der Gastronomie. „Sehr viel habe ich in der Küche des Hauben-Restaurants Mühltalhof in Neufelden gelernt, bei der Familie Rachinger“, blickt Bernd gerne zurück. „Dort habe ich auch gesehen, wie der Verjus in der Spitzengastronomie als Würze eingesetzt wird“, erinnert er sich an seine „Lehrzeit“ zurück. Bernd Menzl maturierte an der HLW Linz-Auhof für Kulturtourismus und schloss die Fachhochschule Krems mit dem Bachelor für Tourismus-Management ab. Dort lernte er auch seinen Geschäftspartner Patrick Zechmeister kennen, der in der KG für Finanzen zuständig ist. www.rau-reif.at ♦ Wolfgang Reisinger Fotos: Reisinger, Privat

GUUTE MAGAZIN | Jänner 2019 27 | LOKALES GÜNSTIGER START IN DIE EIGENEN VIER WÄNDE „Junges Wohnen“: WSG als Vorreiter in OÖ Als erste Bauvereinigung Oberösterreichs hat die WSG die Idee des „Jungen Wohnens“ aufgegriffen. In Kleinzell im Bezirk Rohrbach wurde nach Pregarten und Freistadt nun das nächste zukunftsweisende Projekt umgesetzt. v.l.n.r.: LH-Stv. Manfred Haimbuchner, LAbg. Josef Rathgeb, neue Bewohner, LAbg. Ulrike Wall, Bgm. Klaus Falkinger und WSG-Obmann Stefan Hutter bei der Schlüsselübergabe. Anzeige Fotos: Heinz Kraml/Land OÖ, WSG Die Anmietung der ersten Wohnung stellt eine hohe, vielfach sogar unüberwindbare finanzielle Hürde dar. Rasch und günstig zur eigenen Wohnung: Die WSG zeigts in Kleinzell vor. Um Kosten zu senken, gelten beim „Jungen Wohnen“ strenge Höchstsätze bei Baukosten und beim Grundanteil sowie Einschränkungen bei der Wohnungsgröße. Mietverträge dürfen nur befristet für acht Jahre abgeschlossen werden und nur bis zur Vollendung des 35. Lebensjahres. Die Zwei- und Dreiraumwohnungen in Kleinzell bieten Wohnflächen von 45 m² bis 65 m² zuzüglich Balkon/Terrasse und einen PKW-Abstellplatz. Gemeinsam mit LH-Stellvertreter Manfred Haimbuchner, LAbg. Josef Rathgeb und Bürgermeister Klaus Falkinger überreichte WSG-Obmann Stefan Hutter die Wohnungsschlüssel an die 12 neuen Mieter. Diese können sich über eine verkehrstechnisch günstige und sonnige Lage, ein attraktives Wohnumfeld und besonders günstige Monatsvorschreibungen dank Niedrigstenergiebauweise freuen. ♦ FELDKIRCHEN/DONAU Gericht entscheidet über Kiesabbau Sieben Monate nach dem positiven Bescheid für den Kiesabbau in Bergheim kommt es vor dem Landesverwaltungsgerichtshof (LVWG) zur Berufungsverhandlung. Die Gemeinde Feldkirchen hat Beschwerde eingelegt. KIES Abbau Im Gebiet südwestlich des Schlosses Bergheim soll der Kiesabbau durchgeführt werden. Die Firma Hans Arthofer GmbH. & Co.KG aus Hartkirchen will auf ihrem Grundstück Schotter abbauen. Ausgewählt hat sie dafür eine 8,5 Hektar große Fläche, die im Nassabbau ausgebeutet werden soll. Die Gemeinde hat gegen die montan- und wasserrechtliche Bewilligung durch die BH Urfahr-Umgebung berufen. Sie will eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für dieses Projekt. Befürchtet wird, dass durch die Baggerungen das Grundwasser beeinträchtigt werden könnte. Aus zwei Tiefbrunnen in Feldkirchen und in Bergheim – im Schlosspark, nur wenige hundert Meter von der Abbauzone entfernt – wird nämlich das Wasser für die Gemeindewasserversorgungsanlage in die verschiedenen Hochbehälter gepumpt. „Grundwasser, Lebensqualität und Wirtschaft stehen auf dem Spiel“, ist die SP auf ihrer Internet-Plattform Facebook überzeugt. Die Sozialdemokraten als Mehrheitsfraktion tragen den Protest alleine. VP und FP sind bitter enttäuscht, dass der ursprüngliche Weg des Gespräches zwischen Vertretern des Gemeinderates und der Firma Arthofer verlassen worden ist. Vizebürgermeister Heinz Hussar (VP): „Die zum Teil sture Haltung der SP bei der Verhandlungsführung kann zu negativen Folgen für die Anrainer führen.“ Sollte es zu keiner UVP kommen und der Einspruch der Gemeinde abgelehnt werden, dann gebe es kein Mitspracherecht mehr. „Wir warten in aller Ruhe die Verhandlung ab. Alle Gutachten sehen im Schotterabbau keine Hindernisse“, erwartet Johann Arthofer, der Geschäftsführer der Firma Hans Arthofer, den Tag der Entscheidung. ♦ -w.r.-