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Guute Jänner 2019

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4 | LOKALES

4 | LOKALES Jänner 2019 | GUUTE MAGAZIN 25 JAHRE EUREGIO Drei Länder, zwei Sprachen, eine Region Bereits drei Jahre vor dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Union 1996 begann die EUREGIO die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen dem Mühlviertel, Niederbayern und Südböhmen zu fördern und zu unterstützen. Insgesamt 350 Gemeinden zwischen Donau und Moldau bilden heute die EUREGIO Bayerischer-Wald / Böhmerwald – Sumava – Mühlviertel, die vor wenigen Tagen in Freyung (D) ihren 25. Geburtstag feierte. „In unserer Region kann und will sich Europa in der täglichen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit beweisen. Das geschieht auf sehr vertrauensvoller und persönlicher Ebene in den Bereichen Wirtschaft, Kultur, Bildung, Soziales, Tourismus, Natur, Umwelt, Sport, Verwaltung und Politik“, sagt EUREGIO Obfrau LAbg. Gabriele Lackner­Strauss. 25 Jahre Festakt 25 Jahre EUREGIO in Freyung: Geschäftsführer Wilhelm Patri, Regierungspräsident Rainer Haselbeck, Obfrau LAbg. Gabriele Lackner-Strauss, Landrat Obmann Sebastian Gruber, Obmann Libor Pitska, Geschäftsführer Kasper Sammer Meilensteine in der langjährigen gemeinsamen Entwicklungsarbeit waren beispielsweise der Beitritt Tschechiens zur EU 2004, der Wegfall der Grenzkontrollen (Schengenabkommen) 1997 Bayern/Österreich und 2007 Tschechien/Österreich, 2013 die Landesausstellung OÖ/Südböhmen, die Teilnahme an insgesamt acht EU­INTERREG Programmen, die finanzielle Unterstützungen für zahlreiche grenzüberschreitende Projekte möglich machten. Sowie seit 20 Jahren die Mitarbeit als Vorstandsmitglied in der Arbeitsgemeinschaft der europäischen Grenzregionen (AGEG). Motor für regionale Projekte Sehr viele grenzüberschreitende und regionale Projekte im Mühlviertel wurden von der EUREGIO in den 25 Jahren unterstützt und begleitet. Musterbeispiele sind etwa das Langlaufzentrum Schöneben, der Schwarzenbergische Schwemmkanal, die touristischen Grenzübertrittstellen für Wanderer, Reiter und Radfahrer, der Ausbau der Liftanlagen auf dem Sternstein, die Bewerbung zur grenzüberschreitenden Landesausstellung, der Burgen­ und Schlösserweg oder das Wandern­ und Radfahren im Mühlviertel & Südböhmen. INKOBA­Projekte, Partnerschaften zwischen Orten und Schulen oder gemeinsame touristische Angebote verdeutlichen die Motorfunktion der EUREGIO ebenso wie der Input bei nicht mehr wegzudenkenden Einrichtungen. So unterstützt die EUREGIO als Gründungsmitglied die Projekte „BioRegion Mühlviertel“, „Mühlviertler Marken GmbH“, den Verein „Mühlviertel­Marketing“, Bierweltregion Kampagne, die „Regionalmanagement Oberösterreich GmbH“ ebenso wie die My4tel­Plattform. Zahlreiche sogenannte „People to People“ Projekte der grenzüberschreitenden Begegnung und Vertrauensbildung von Schulen und Vereinen im EUREGIO Gebiet wurden und werden unterstützt. In die Zusammenarbeit der oberösterreichischen Politik und Verwaltung mit Südböhmen oder Bayern wird die EUREGIO immer wieder als kompetenter regionaler Partner mit eingebunden. Vertreter der EUREGIO haben in der langjährigen Arbeit immer wieder die Anliegen der Projektträger in diversen Gremien vertreten und tun dies auch zukünftig. „Die grenzüberschreitende Entwicklungszusammenarbeit in der EUREGIO hat sich von der Exotik der Anfangsjahre zu einer gewissen Normalität entwickelt, darf jedoch nie als Selbstverständlichkeit angesehen werden“, sagt Geschäftsführer Wilhelm Patri, MAS. Gemeinsam mit den Partnern in Bayern und Böhmen werden daher zukünftige Projekte wie etwa die nächste EU­INTERREG Programmperiode vorbereitet und regional engagierte Akteure in ihrer Arbeit unterstützt. Weitere aktuelle Infos unter: www.eurgegio.at ♦ Foto: EUREGIO

GUUTE MAGAZIN | Jänner 2019 5 | POLITIK Michael Strugl zieht Bilanz über seine Zeit als Politiker: „Wir haben sehr viel erreicht!“ Wenige Tage vor seinem Abschied aus der oö. Landesregierung zog Michael Strugl im Gespräch mit dem GUUTE Mühlviertel Magazin Bilanz über seine Zeit in der Politik. Dabei zeigte er sich durchaus zufrieden: „Gemeinsam haben wir sehr viel erreicht“, sagte er im Gespräch mit Chefredakteur Bernhard Haudum. Sind Sie auch mit der Entwicklung im Tourismus zufrieden? Strugl: „Ja, sehr sogar. Einerseits haben wir gerade vor wenigen Tagen die beste Tourismusbilanz seit vielen Jahren präsentiert – und andererseits konnten wir in diesem Bereich die anfänglich nicht unumstrittene Strukturreform erfolgreich umsetzen. Mit 20 statt 103 Tourismusverbänden ist unser Bundesland jetzt fit für die Zukunft.“ Womit sind Sie rückblickend betrachtet weniger zufrieden? Strugl: „Neben wichtigen Sachthemen wie etwa der Sicherheit waren es vor allem die vielen herzlichen menschlichen Begegnungen, die mir in Erinnerungen bleiben werden. Ich bin immer gerne zu Veranstaltungen gefahren und habe die Gespräche in den Gemeinden als Bereicherung erlebt. Dies gilt auch für meine Tätigkeit als Gemeinderat in Lichtenberg.“ Ein Thema, dass Sie im Bereich Sport angestoßen haben, ist die Nordic Arena in Hellmonsödt. Glauben Sie, dass dieses Projekt noch realisiert werden kann? Foto: Land OÖ/Denise Stinglmayr Wenn Sie auf Ihre Zeit in der Politik zurückblicken – worauf sind Sie dabei besonders stolz? Strugl: „In meiner Regierungstätigkeit war zweifellos die Schaffung des großen Standortressorts ein Meilenstein. Mit diesem konnten wir alle anstehenden Agenden aus einem Guss abwickeln und Oberösterreich zu neuen Höhen führen.“ Was meinen Sie damit konkret? Strugl: „Die aktuelle Stimmung ist gut, die Wirtschaft und die Zahl der Beschäftigten wächst. Die Maßnahmen im Bereich der Forschung oder der Infrastruktur zeigen Wirkung. Oberösterreich steht gut da – und darüber freue ich mich natürlich.“ Strugl: „Ich hätte bei der Verringerung des Facharbeitermangels gerne mehr erreicht – dieser ist ein echter Hemmschuh für unsere Betriebe. Und auch in puncto Deregulierung bin ich auch nicht ganz zufrieden: Das ist ein ganz schwieriger Bereich, der eine nicht wirklich erfreuliche Dynamik aufweist.“ Vor Ihrer Zeit im Standortressort haben Sie in der ÖVP Oberösterreich eine wichtige Rolle gespielt. Woran erinnern Sie sich da besonders gern? Strugl: „Ich war für die Kampagne zur Landtagswahl 2009 verantwortlich. Diese endete mit einem grandiosen Sieg für Josef Pühringer. Daran denke ich ebenso gerne wie an die äußerst spannende Zeit als VP-Klubobmann in der ersten schwarz-grünen Regierung.“ Und was hat Sie als Abgeordneter für den Bezirk Urfahr-Umgebung besonders bewegt? Strugl: „Ich bin guter Dinge, dass das noch was wird. Dies umso mehr, da ja jetzt eine nachgeschärfte Version zur Disposition steht, die der Region und dem Sport gleichermaßen dient!“ ♦ Mag. Dr. Michael Strugl Geboren am 28. August 1963 Verheiratet, 2 Kinder Studierte u. a. Rechtswissenschaften und Sozial- und Wirtschaftswissenschaften War Landesgeschäftsführer der OÖVP, Wahlkampfmanager und Abgeordneter zum OÖ. Landtag Seit 2013 Wirtschafts- und Sport- Landesrat, seit 2017 Landeshauptmann- Stellvertreter Wechselt mit 1. 1. 2019 in den Vorstand des Energieversorgers Verbund nach Wien