Aufrufe
vor 2 Monaten

Guute März 2019

  • Text
  • Guute
  • Magazin
  • Leonfelden
  • Oberneukirchen
  • Lokales
  • Waxenberg
  • Bierweltregion

6 | LOKALES

6 | LOKALES März 2019 | GUUTE MAGAZIN „Eine Gemeinde mit 500 Einwohnern ist nicht mehr zeitgemäß“ Seit Jänner sind Ahorn und Helfenberg eine Gemeinde. Im April werden deshalb ein neuer Gemeinderat und ein neuer Bürgermeister gewählt. Im Interview mit Michael Enzenhofer spricht ÖVP-Kandidat Josef Hintenberger über seine Ziele. Sie sind vor einigen Wochen zum Bürgermeister-Kandidaten gekürt worden. Was hat Sie dazu bewogen, sich für diese Wahl aufstellen zu lassen? Josef Hintenberger: Ich bin seit 1985 im Gemeinderat von Ahorn, die letzten zehn Jahre war ich auch Bürgermeister. In dieser Zeit haben wir viel für die Gemeinde gearbeitet und zuletzt auch die Gemeindefusion auf den Weg gebracht. Nach so langer Zeit ist es mir einfach wichtig, dass dieser Prozess gut über die Bühne geht. Reinhold Mitterlehner hat einmal gesagt: „Man soll nichts anstreben, sich aber auch nicht verweigern, wenn man gebraucht wird.“ So sehe ich das auch. Hat man bei der Reihung der Kandidaten für den Gemeinderat die Herkunft berücksichtigt bzw. gab es da einen konkreten Schlüssel, wie man das aufteilt? Josef Hintenberger möchte der erste Bürgermeister nach der Gemeindefusion von Ahorn und Helfenberg werden. Josef Hintenberger: Mit Jänner wurden ja nicht nur die Gemeinden Ahorn und Helfenberg fusioniert, sondern auch unsere beiden Ortsparteien zusammengeführt. Unser Ziel dabei war, dass sich beide ehemalige Gemeinden hier gut wiederfinden. Wir haben versucht, alle Ortschaften und Dörfer einzubinden, einen guten Mix an beruflichen Hintergründen zu finden und eine entsprechende Frauenquote zu erreichen. Ich denke, dass wir eine gute Streuung haben. Welche Wahlziele haben Sie sich bzw. hat sich die Partei gesetzt? Josef Hintenberger: Ich spüre eine gewisse Aufbruchsstimmung in unserer Partei. Ich hoffe natürlich, dass sich das auch im Wahlergebnis niederschlägt. Unser Ziel ist es, eine deutliche Mehrheit zu erreichen. Das ist aber keinesfalls selbstverständlich, dessen bin ich mir bewusst. Was sind die wichtigsten Themen, die Helfenberg-Ahorn in den nächsten Jahren beschäftigen werden? Welche Herausforderungen warten auf den nächsten Bürgermeister? Josef Hintenberger: Mein wichtigstes Anliegen ist es, dass Helfenberg eine eigen- und selbstständige Gemeinde wird bzw. bleibt. Die Absicherung des Schulstandorts ist ein entscheidendes Thema. Dafür ist es auch wichtig, dass wir ein entsprechendes Fundament legen – etwa durch die Schaffung von Bauland für Familien. Außerdem soll das Ortsbild von Helfenberg attraktiver werden. In punkto Gemeindefusion gab es ja nicht nur Befürworter. Wie schätzen Sie die Stimmung in der Bevölkerung nach der erfolgten Zusammenlegung von Ahorn und Helfenberg ein? Josef Hintenberger: Vor der Fusion hat es oft geheißen, die Zusammenlegung sei schon überfällig und längst an der Zeit. Ich bin mir auch sicher, dass eine große Mehrheit der Bevölkerung nach wie vor hinter diesem Projekt steht. Auch die Beschlüsse in den beiden Gemeinderäten waren ja einstimmig, nicht einmal eine Stimmenthaltung hat es gegeben. Jetzt ist diese Entscheidung real geworden und die Konsequenzen werden spürbar. Bis zur Wahl gibt es noch ein gewisses Vakuum. Danach werden die Einwohner aber wieder ihre Vertretung haben und jeder kann in seine neue Rolle finden. Das Leben in der Gemeinde wird sich dann rasch wieder einspielen. Ich habe nie Bedenken gehabt und habe nach wie vor keine, dass diese Entscheidung nicht richtig gewesen sein könnte. Eine Gemeinde mit 400 oder 500 Einwohnern ist heute einfach nicht mehr zeitgemäß. ♦ Zur Person Josef Hintenberger (55) ist selbstständiger Versicherungsvertreter und Bio-Landwirt. Er ist verheiratet und hat vier erwachsene Kinder. Sein Bauernhof liegt in der Ortschaft Penning. Seit 1985 ist er politisch als Gemeinderat für die ÖVP aktiv, seit 2008 war er Bürgermeister der Gemeinde Ahorn. Foto: Privat

GUUTE MAGAZIN | März 2019 7 | RUBRIK