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Mühlviertel Magazin April 2019

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10 | LOKALES

10 | LOKALES April 2019 | GUUTE MAGAZIN 30 JAHRE MUSIK DANNER Zwettler mischt heimischen Musikmarkt auf Seit exakt 30 Jahren mischt Karl Danner aus Zwettl an der Rodl den heimischen Musikmarkt auf: Zählt er doch mit seinem Betrieb in der Linzer Harrachstraße zu den absoluten oö. Marktführern in Sachen Musikinstrumente, Noten und Zubehör. Aus dem bescheidenen Geschäft, mit dem sich Karl Danner vor 30 Jahren seinen Lebenstraum erfüllte, ist inzwischen ein echtes musikalisches Kompetenzzentrum geworden. Dieses hat sage und schreibe mehr als 72.000 Artikel im Programm. Dabei bietet das Unternehmen neben dem Verkauf von Instrumenten und Noten auch eine eigene Meisterwerkstätte an. In dieser werden sämtliche Instrumente mittels Service oder Reparatur wieder auf Vordermann gebracht. Profimusiker, die auf eine ganz besondere Betreuung Wert legen, zählen dabei ebenso zu den Danner-Kunden wie dutzende Blasmusikkapellen, die bei ihren Instrumenten auf das Linzer Musikhaus mit den Mühlviertler Wurzeln vertrauen. Gemeinsam mit Gattin Angelika und 15 Mitarbeitern kümmert sich Karl Danner um die vielen Kunden aus dem ganzen Bundesland – und vergisst dabei auch den Nachwuchs nicht: Für diesen werden nicht nur die passenden Stehen seit 30 Jahren mit ihrem Musikhaus für Kompetenz und Service: Karl und Angelika Danner. Instrumente, sondern auch Workshops und Lehrgänge angeboten. Und bei den Erwachsenen lässt Danner immer wieder mit innovativen Aktionen aufhorchen: So sorgt er mit einer mobilen Werkstätte bei Großveranstaltungen ebenso für Aufsehen wie mit dem „Danner-Truck“, der u. a. beim jährlichen Woodstock der Blasmusik im Einsatz ist. ♦ Musikinstrumente Karl Danner GmbH Harrachstraße 42, A-4020 Linz Tel. +43 (0) 732 78 39 14 E-Mail: danner@danner.at www.danner.at Foto: Eric Krügl Petra Danner (links) und ihre 32 Mitarbeiter kümmern sich im Tagesbetreuungszentrum in Kirchschlag um bedürftige Menschen. 700 Sanitäterinnen und Sanitäter sind im Rettungsdienst tätig, der nach wie vor die Hauptaufgabe des Roten Kreuzes darstellt. Immer wichtiger werden jedoch auch andere Tätigkeitsbereiche, berichten Bezirksstellenleiter Paul Gruber und Bezirksgeschäftsleiter Gerald Roth. Vor allem verschiedene Betreuungsaufgaben haben in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. So ist etwa in der Ortsstelle des Roten Kreuzes in Kirchschlag auch ein Tagesbetreuungszentrum untergebracht, in dem ältere Damen und Herren und Menschen mit Betreuungsbedarf ihren ROTES KREUZ Aufgabenfeld wird immer breiter 30.000 Rettungseinsätze hat das Rote Kreuz Urfahr- Umgebung im vergangenen Jahr absolviert. Eine beeindruckende Zahl – doch das ist nur ein Teil jener Aufgaben, die man mittlerweile zu erfüllen hat. Tag verbringen können. Alleine hier kümmern sich 32 freiwillige Mitarbeiter und Leiterin Petra Danner um ihre Klienten. Für die Angehörigen sei das eine wichtige Entlastung, sagt Ortsstellenleiter Franz Hofstadler. Seine an Demenz erkrankte Mutter verbringt zwei Tage pro Woche im Betreuungszentrum. „Wir können an diesen Tagen fortfahren, Sachen auswärts erledigen oder einfach mal abschalten, weil wir genau wissen, dass wir erst um 17 Uhr wieder zuhause sein müssen“, schildert Hofstadler. Immer wichtiger werden auch die Bereiche Hauskrankenpflege und mobile Hilfe, in denen mittlerweile 48 Fachkräfte beschäftigt sind. Dazu kommen noch weitere Betreuungsangebote wie Essen auf Rädern, der Besuchsdienst oder auch das betreute Reisen. Auch der in Zwettl stationierte Notarzt, der hausärztliche Notdienst, Kriseninterventionsteams und zwei Rot- Kreuz-Märkte fallen neben weiteren Tätigkeiten in den mittlerweile sehr breiten Aufgabenbereich des Roten Kreuzes. Bezirksgeschäftsleiter Gerald Roth ist sehr froh, dass es nach wie vor viele Ehrenamtliche gibt, die sich für das Rote Kreuz begeistern lassen: „Glücklicherweise gibt es immer wieder Menschen, die ebenfalls eine sinnvolle Tätigkeit ausüben wollen und zum Beispiel die Rettungssanitäterausbildung absolvieren.“ ♦ Foto: OÖRK

GUUTE MAGAZIN | April 2019 11 | TOURISMUS Kein Geld, keine Infrastruktur: Tourismusangebote in kleinen Gemeinden in Gefahr Das neue Tourismusgesetz hat für einen Strukturwandel gesorgt. Während viele Tourismusverbände zu größeren Einheiten fusionierten, sind auch einige weiße Flecken auf der Tourismus-Landkarte entstanden – zum Beispiel in Hellmonsödt. NEUES Gesetz Seit 2009 ist bzw. war Roland Döberl Obmann des Tourismusverbandes in Hellmonsödt. Seine letzte Amtshandlung: Die laufende Auflösung des Verbandes ordentlich über die Bühne bringen. Denn in seiner Gemeinde hat man sich dafür entschieden, keinem größeren Verband beizutreten und ab 2019 keine Tourismusgemeinde mehr zu sein. Die Entscheidung sei eindeutig gewesen, sagt der Gastwirt, der sein Amt zehn Jahre lang ehrenamtlich ausgeübt hat. Die Folgen sind noch nicht absehbar. Finanzielle Herausforderung Hellmonsödt ist ein beliebtes Naherholungsgebiet. Und als solches hat man den zahlreichen Tagesgästen bisher auch einiges geboten: Man hat den Planetenweg geschaffen, war für das Spuren der Loipen verantwortlich, pflegte viele Kilometer Wanderwege und organisierte Veranstaltungen wie den Nikolo-Ritt oder das Marktfest. „Es wird eine Herausforderung, dieses Angebot auch weiterhin aufrechterhalten zu können“, ist sich Roland Döberl sicher. Denn das noch vorhandene Geld des Tourismusverbands wurde an die Gemeinde übergeben. Und nachdem Hellmonsödt keine Tourismusgemeinde mehr ist, müssen die örtlichen Betriebe auch die Interessentenbeiträge nicht mehr bezahlen, über die sich der Tourismusverband bisher finanziert hat. Aktuell werden in Hellmonsödt gerade Ideen gesammelt, wie man den Tourismus in der Gemeinde neu strukturieren kann, schildert Döberl: „Das touristische Angebot ist wichtig, damit Menschen zu uns kommen. Denn davon leben schließlich auch einige Betriebe.“ Eines scheint aber sicher: finanziell wird man Abstriche machen müssen. Roland Döberl wäre für einen Beitritt zum „Mühlviertler Hochland“ gewesen. Das neue Tourismusgesetz sieht Roland Döberl kritisch. „Es ist vielleicht gut für große Tourismusgemeinden, dafür aber umso schwieriger für kleine Tourismusverbände. Es geht ja nicht nur uns in Hellmonsödt so, sondern auch in umliegenden Gemeinden wie etwa Reichenthal oder Zwettl wurden die Verbände aufgelöst. Und damit wird auch touristische Infrastruktur wegfallen, weil man sich die Erhaltung nicht mehr leisten kann“, befürchtet Döberl und bringt ein plakatives Beispiel: „Da stellt sich dann die Frage, ob man im Winter die Loipen spuren oder im Sommer die Bänke an den Wanderwegen erneuern soll.“ ♦ Fotos: GUUTE Mühlviertel-Magazin/Enzenhofer In Hellmonsödt wird die Erhaltung von Tourismusangeboten wie dem Planetenweg zur Herausforderung. „Das touristische Angebot ist wichtig, damit Menschen zu uns kommen, denn davon leben schließlich auch einige Betriebe.“ ROLAND DÖBERL