Aufrufe
vor 4 Monaten

Mühlviertel Magazin April 2019

  • Text
  • Guute
  • April
  • Magazin
  • Garten
  • Leonfelden
  • Ebenso
  • Fischerlehner
  • Holz
  • Kneidinger
  • Lokales
  • Www.guutemagazin.at

30 | SPORT

30 | SPORT April 2019 | GUUTE MAGAZIN Martin Fischerlehner: Radfahren als Lebenseinstellung Als Bub drehte er seine Runden um sein Elternhaus. Als Profi wurde er zu einem der besten Radsportler Österreichs. Und nach der Karriere eröffnete er sein eigenes Radsport-Fachgeschäft. Für Martin Fischerlehner ist Radfahren nicht nur ein Sport, sondern eine Lebenseinstellung. Die Freistädter Kubinstraße war die erste Rennstrecke für Martin Fischerlehner. „Wir waren ein paar gleichaltrige Buben in der Nachbarschaft. Mit Kreide haben wir unsere Strecken auf dem Asphalt markiert und sind um die Wette gefahren“, erinnert er sich zurück. Dass er später einmal Radprofi werden würde, sei damals noch nicht absehbar gewesen: „Eigentlich sind mir die Nachbarbuben die meiste Zeit davongefahren“, erzählt Fischerlehner. Doch die Leidenschaft für das Radfahren hatte ihn gepackt. Rad oder Computer? Mit 13 Jahren nahm er sein gesamtes Erspartes zusammen und kaufte sich sein erstes Rennrad. „Ich habe kurz überlegt, ob ich mir einen Commodore 64 (Computer, Anm.d.Red.) kaufen soll. Es ist aber zum Glück das Rad geworden“, blickt Martin Fischerlehner zurück. Seine ersten Lizenzrennen bestritt er mit 15 – mit mäßigem Erfolg: „Ich wurde in fast jedem Rennen abgehängt.“ Entmutigen ließ er sich davon aber nicht. Ganz im Gegenteil, sein Ehrgeiz wurde erst so richtig geweckt. Mit 15 erfolgte nicht nur der Einstieg in den Radsport, sondern auch ins Berufsleben. „Mein Vereinstrainer war Bäckergeselle. Also entschied ich mich, auch Bäcker zu lernen. Die Arbeit hat mir getaugt, außerdem hatte ich viel Zeit für das Training“, schildert Fischerlehner. Schon im zweiten Jahr als Lizenzfahrer stellten sich Erfolge ein. Nach guten Leistungen wurde der Freistädter ins Junioren-Nationalteam berufen, durfte zu Weltcup-Rennen und sogar zur WM nach Australien fahren. „Vier Jahre lang war ich Geschäftsführer, Mechaniker, Putzfrau und Buchhalter in einem.“ MARTIN FISCHERLEHNER FISCHERLEHNER Radsport Sein ganzes Leben dreht sich um das Radfahren: Martin Fischerlehner (43) in seinem Geschäft in der Freistädter Kubinstraße. „Die meiste Zeit verliert man“ Namhafte Teams wurden auf das Talent aus dem Mühlviertel aufmerksam. Über verschiedene Stationen in Österreich schaffte er den Sprung ins Ausland. Die italienische Mannschaft UC Trevigiani war das Farmteam des damals bestens Radteams der Welt – Mapei. Der letzte Schritt in die oberste Liga des Radsports blieb Martin Fischerlehner aber verwehrt: „Mir haben die absoluten Top-Ergebnisse gefehlt.“ Also ging es zurück nach Österreich. Und hier feierte er die größten Erfolge seiner Karriere: Neun Mal nahm er an der Österreich-Rundfahrt teil, 2002 holte er das Bergtrikot, 2003 das Sprinttrikot. „Das waren meine größten Siege – auch von der öffentlichen Wahrnehmung her“, blickt Fischerlehner zurück. Neben vielen weiteren Erfolgen erinnert sich der Ex-Profi aber auch an schmerzhafte Niederlagen: „Beim Radfahren gewinnt man hin und wieder, aber die meiste Zeit verliert man eigentlich.“ Eine wichtige Erfahrung, die ihm auch nach der Karriere viel bringen sollte. 2005 beendete Martin Fischerlehner seine aktive Karriere, 2006 gründete er sein eigenes Radsportgeschäft – ein Sprung ins kalte Wasser. „Ich hätte mir das damals einfacher vorgestellt“, gibt der 43-Jährige zu. Mit derselben Konsequenz und Zielstrebigkeit wie als Radsportler meisterte er die schwierigen Anfangsjahre. „Vier Jahre lang war ich Geschäftsführer, Mechaniker, Putzfrau und Buchhalter in einem. Dann ist das Geschäft so weit gelaufen, dass ich meinen ersten Mitarbeiter einstellen konnte“, erzählt Fischerlehner über die harten Anfänge. Neben dem geschäftlichen hat sich auch das private Glück eingestellt. Heute wohnt Martin Fischerlehner mit seiner Frau Hanna und seinen beiden Kindern in St. Oswald bei Freistadt: „Neben der Familie ist das Rad nach wie vor das Wichtigste in meinem Leben. Auf dem Rad zu sitzen ist für mich einfach die beste Entspannung, die es gibt.“ Diese Leidenschaft möchte er weitergeben. Und so drehen heute Tochter Jana und Sohn Mikko schon ihre Runden um das Haus der Familie in St. Oswald. Ganz wie Papa Martin vor 30 Jahren. ♦ Foto: GUUTE Magazin/Enzenhofer

GUUTE MAGAZIN | April 2019 31 | SPORT SCHI ALPIN Zwei Weltcup- Podestplätze für Vincent Kriechmayr Auch wenn es mit der durchaus möglichen Super G-Kugel nichts wurde, darf sich Vincent Kriechmayr in der vor wenigen Tagen beendeten Weltcup-Saison über zwei Gesamt-Podestplätze freuen: Im Super G wurde es letztlich der zweite Platz hinter dem herausragenden Südtiroler Dominik Paris – und in der Abfahrt reichte es zum dritten Endrang. Damit war der Gramastettner jeweils bester Österreicher. Gemeinsam mit den Medaillen bei den Weltmeisterschaften in Aare und dem Sieg in der legendären Lauberhorn-Abfahrt war der letzte Winter für den Mühlviertler die erfolgreichste Saison seiner Karriere. ♦ Foto: Energie AG Sportsteam/GEPA-pictures Foto: beha Fabian Mühleder schoss Landesligist Wippro Vorderweißenbach zu einem überraschenden Auftaktsieg bei Viktoria Marchtrenk. Fußball-Start mit Absagen und dicken Überraschungen Gar nicht gut meinte es der Wettergott mit den Kickern im heimischen Unterhaus zum Start in den Frühjahrsdurchgang: Heftige Regenfälle vereitelten viele Spiele. In jenen Partien, die ausgetragen werden konnten, gab es dafür die eine oder andere handfeste Überraschung. „Wings for Life“-Lauf in Vorderweißenbach Um jenen zu helfen, die nicht laufen können, steigt in Vorderweißenbach ein Wings for Life-Lauf. Dieser wird am Sonntag, 5. Mai 2019, als sogenannter „App- Run“ ausgetragen. Start ist um 13 Uhr bei der Volksschule, der Reinerlös kommt zur Gänze der Wings for Life-Stiftung zugute. Alle Infos zum Lauf inklusive Nennmöglichkeiten gibt es unter www.wingsforlifeworldrun.com/at/de/app-run-vorderweissenbach/. So holte Wippro Vorderweißenbach in der Landesliga Ost auswärts gegen Viktoria Marchtrenk mit einem 1:0 (0:0)-Erfolg einen unerwarteten „Dreier“. Die Schmankerldorfkicker hielten bei der besten Heimmannschaft des Herbstes engagiert dagegen und kamen durch Fabian Mühleder etwas glücklich, aber nicht unverdient, eine Viertelstunde vor Schluss zum Siegestreffer. In der Bezirksliga Nord lieferte der TSV Ottensheim gegen Aufsteiger Arnreit mit einem 5:2-Kantersieg ebenfalls eine Überraschung: Die Matchwinner waren dabei Patrick Gat- terbauer und Tobias Höglinger, die je zweimal trafen. Den fünften Treffer steuerte Miksits aus einem Elfmeter bei. Für die Schützlinge von Trainer Tomislav Proleta bedeutete der Sieg „Big Points“ und einen Schritt aus der unmittelbaren Abstiegszone. Wichtige Punkte – und das unerwartet klar – fuhr die Union Altenberg im Spitzenspiel der 1. Klasse Nord gegen den bisherigen Leader Neustift/Oberkappel ein: Durch Treffer von Lukas Koller, Mathias Feichtinger (Elfmeter) und Mathias Ramerstorfer gab es ein klares 3:0 (2:0) und damit verbunden den Sprung an die Tabellenspitze. ♦