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Mühlviertel Magazin Mai 2021

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12 | INTERVIEW

12 | INTERVIEW Mai 2021 | MÜHLVIERTEL-MAGAZIN Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner: „Oberösterreich wird gestärkt aus der Krise hervorgehen“ Optimistisch blickt Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner in die Zukunft: Im Interview mit dem GUUTE Mühlviertel Magazin – die Fragen stellte Bernhard Haudum – zeigt er sich von der Innovationsstärke der Unternehmen in Oberösterreich beeindruckt. Innovation ist eine der Triebfedern, die heimische Betriebe gut durch die Corona­Zeit bringt. Wie zufrieden sind Sie trotz der schwierigen Rahmenbedingungen mit dem Innovationsgeist der oö. Unternehmen? Achleitner: Die oberösterreichischen Unternehmen haben gerade im vergangenen Jahr, im Jahr der Corona-Krise, ihre Stärke eindrucksvoll bewiesen. Sie haben sich gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern rasch an die neue, schwierige Situation angepasst und so der Krise erfolgreich getrotzt. Der Schlüssel dazu war ganz klar die Innovationsstärke – so wurden digitale Lösungen, neue Produkte und Services teilweise in kürzester Zeit entwickelt. Sie sind immer wieder auch bei Mühlviertler Unternehmen zu Gast. Wie schätzen Sie hier die Innovationsfreude ein? Achleitner: Die Mühlviertler Innovationsfreude ist besonders beeindruckend, denn gerade hier entsteht mit Mut und Engagement, aber vor allem auch mit Können und Wissen viel Neues. Ich denke dabei etwa an Loxone in Kollerschlag, an Neuburger in Ulrichsberg, aber auch an ÖkoFen in Oberkappel und Strasser Steine in St. Martin im Mühlkreis, die alle massiv ausbauen und investieren. Aber auch Nordfels und M-Tron in Bad Leonfelden stehen für innovative und investierende Unternehmen im Mühlviertel. Das sind nur wenige Beispiele einer langen Liste, aber alle diese Unternehmen konnte ich in den vergangenen Monaten besuchen und die Besuche haben mich vor allem in einem bestärkt: In der Überzeugung, dass Oberösterreich gestärkt aus dieser Krise hervor gehen wird. Haben Sie bei Ihren Betriebsbesuchen ein innovatives Produkt entdeckt, dass Sie besonders begeistert hat? Achleitner: Am Fasttag Aschermittwoch ein Schnitzel essen zu können, das macht nur Neuburger mit seinen vegetarischen Produkten möglich. Aber im Ernst: Jedes genannten Unternehmen hat seine Nische, in dem es Innovationsführer ist. Das macht schon stolz auf die oberösterreichischen Unternehmen, insbesondere auch im Mühlviertel. Wie beurteilen Sie die digitale Innovationskraft der heimischen Betriebe? Achleitner: Die Pandemie hat einen noch nie dagewesenen Digitalisierungsschub ausgelöst. Viele Unternehmen mussten praktisch von einem Tag auf den anderen auf digitale Geschäftsmodelle umsteigen und konnten etwa ihre Produkte nur noch über Webshops anbieten. Daher hat das Land OÖ bereits im Frühjahr des Vorjahres gemeinsam mit der Wirtschaftskammer OÖ das Förderprogramm ‚Digital Starter Upgrade‘ gestartet. Die Nachfrage übertraf alle Erwartungen. Daher gibt es bereits das neue Programm ,Digital Starter 21‘. Welche Innovationsimpulse erwarten Sie von der neu geplanten technischen Hochschule? Achleitner: Die neue Technische Universität für Digitalisierung birgt eine einzigartige Chance, nämlich das Wissen um die Digitalisierung auch unmittelbar in die industrielle Produktion einfließen zu lassen. Die enge Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft wird ein herausragendes Alleinstellungsmerkmal der neuen Universität sein, von dem der gesamte Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Oberösterreich profitieren wird. Innovation schafft immer auch Jobs. Wie zufrieden sind Sie mit der Entwicklung auf dem heimischen Arbeitsmarkt? Achleitner: Ich bin froh, dass sich der Arbeitsmarkt in Oberösterreich wieder erholt, gerade das Mühlviertel ist hier eine Muster-Region. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass hinter den Statistiken und Zahlen auch immer persönliche Schicksale stehen. Daher setzen wir weiterhin alles daran, möglichst viele Menschen in Beschäftigung zu halten oder rasch wieder in Beschäftigung zu bringen. ♦ Foto Land OÖ / Sabrina Liedl

MÜHLVIERTEL-MAGAZIN | Mai 2021 13 | INNOVATION VI H INKOBA Sterngartl: Bauarbeiten bei M-Tron voll im Plan V.l.: INKOBA-Geschäftsführer Matthäus Haas, INKOBA-Vorstand LAbg. Bgm. Josef Rathgeb, die beiden M-Tron Geschäftsführer Andreas Keplinger und Bernhard Löffler, INKOBA-Obmann Bgm. Alfred Hartl und INKOBA-Vorstand Bgm. Hermann Reingruber beim Lokalaugenschein auf der Baustelle. Anzeige Foto: INKOBA Sterngartl/enzenhofer.cc Mit dem Baubeginn der neuen Firmenzentrale des international tätigen Metalltechnik-Unternehmens M-Tron wurde der nächste Meilenstein im INKOBA-Betriebsbaugebiet in Bad Leonfelden gesetzt. Trotz der teilweise winterlichen Witterungsverhältnisse sind die Bauarbeiten voll im Plan: Mittlerweile steht das Stahlbeton-Gerippe der Produktionshalle und auch die meisten Stahl-Fachwerkträger des spektakulären Bauprojekts wurden bereits versetzt. Dabei zeigte man, warum man auch ein gefragter Partner für Stahlbau-Projekte ist: Denn die Fachwerkträger wurden von M-Tron selbst gefertigt. Der weitere Bauzeitplan ist ehrgeizig: Bereits im Herbst sollen die Arbeiten an der Produktionshalle weitestgehend abgeschlossen sein. Die M-Tron GmbH wird also schon bald das neue Betriebsgebäude beziehen können. „Im Endausbau werden hier etwa 100 Beschäftigte arbeiten und optimale Arbeitsbedingungen vorfinden“, freuen sich die beiden Geschäftsführer Andreas Keplinger und Bernhard Löffler. 500 neue Arbeitsplätze Die M-Tron GmbH ist ein weiteres Beispiel für die wirtschaftliche Dynamik, die mit dem INKOBA-Betriebsbaugebiet in der Region Sterngartl verknüpft ist. Von den ursprünglich über 70.000 m 2 Fläche sind mittlerweile nur mehr knapp 10.000 m 2 verfügbar. Und auch für diese Restflächen gibt es bereits etliche Interessenten. „Nach der Verwertung aller Flächen werden ca. 500 neue Arbeitsplätze für die Region hier entstehen“, sagt INKOBA-Geschäftsführer Matthäus Haas. Er zeigt sich ebenso zufrieden mit der Entwicklung wie INKOBA-Obmann und Standortbürgermeister Alfred Hartl sowie Landtagsabgeordneter und INKOBA-Vorstandsmitglied Josef Rathgeb: „Mit dem Neubau des Leitbetriebs M-Tron und weiterer Erfolgsprojekte im INKOBA wird die positive wirtschaftliche Entwicklung in der Region sichtbar.“ Die zwölf am INKOBA-Gebiet Sterngartl beteiligten Gemeinden profitieren übrigens schon jetzt von der sehr guten wirtschaftlichen Entwicklung: So steigt nicht nur das Kommunalsteueraufkommen, sondern auch die regionale Wertschöpfung durch die Unternehmen, die an den Bauarbeiten beteiligt sind. ♦ Rückfragen: INKOBA-Geschäftsführer Matthäus Haas, Tel. 0676 5812792