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Mühlviertel Magazin Mai 2021

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26 | LOKALES

26 | LOKALES Mai 2021 | MÜHLVIERTEL-MAGAZIN Peter Haslinger stellt den Notfall-Container vor, der in Walding neben der Impfstraße für alle Eventualitäten zur Verfügung steht. NOTFALL Container Zusätzliche Aufgaben: Rotes Kreuz meistert auch Corona Antigen- und PCR-Tests, Impfstraßen, der Transport von Corona-Patienten, die strengen Sicherheitsmaßnahmen im täglichen Dienst für die Menschen – all das hat die Arbeit im Roten Kreuz (RK) in den vergangenen 15 Monaten für berufliche und ehrenamtliche Mitarbeiter stark verändert. Besondere Herausforderungen durch Katastrophen, wie die Hochwässer, sind die Mitarbeiter gewohnt. Aber diese Pandemie und ihre Folgen mit oftmals rasch wechselnden Rahmenbedingungen haben alles Bisherige in den Schatten gestellt. Derzeit betreibt das RK Urfahr-Umgebung die Impfstraße im Sportpark Walding sowie den PCR-Teststandort Engerwitzdorf. Die Antigen-Teststraßen haben in den vergangenen Wochen Privatfirmen übernommen. Bezirkshauptmann Paul Gruber, der auch RK-Bezirksstellenleiter ist, ließ durchblicken, dass neben Walding und in der Bezirkshauptmannschaft in Urfahr auch in Schweinbach eine Impfstraße errichtet werden soll – vor allem dann, wenn genügend Impfstoff zur Verfügung steht. Die Pandemie erzwang in vielen Bereichen drastische Einschränkungen, wie in der Jugendarbeit, beim Besuchsdienst – dieser wurde weitgehend durch Telefongespräche ersetzt –, in der Tagesbetreuung oder bei betreuten Urlaubsreisen. Auch das gesellschaftliche Leben innerhalb der Rettung mit ihren vielfältigen Aufgaben ist praktisch zum Erliegen gekommen – wie bei fast allen anderen Einsatzorganisationen und Vereinen. Silke Pachinger, Mitglied im Bezirksrettungskommando, meint dazu recht optimistisch: „Wir hoffen, dass wir uns nicht nur zum Dienst treffen, sondern auch wieder einmal gemütlich zusammenkommen können.“ Auch Paul Gruber klingt zuversichtlich: „In einigen Monaten schaut die Welt wieder anders aus.“ Corona schränkte Hilfe nicht ein Die Nachfrage nach persönlichen Diensten (Hauskrankenpflege, Mobilen Hilfe) hält weiterhin an. Auffallend ist – so Bezirksrettungskommandant Peter Haslinger – dass im Vorjahr die Rettungsdienste, vor allem der Notarzt, verstärkt zu Unfällen zu Hause, im Garten und beim Sporteln gerufen wurden, weil die Menschen im Sommer nur wenig auf Urlaub gefahren sind. Rund 156 Stunden im Dienst der Mitmenschen leistete im Vorjahr jeder ehrenamtliche Mitarbeiter im Bezirk; bei 1.230 Freiwilligen kommt da die stattliche Summe von mehr als 192.000 Stunden zusammen. Dazu kommen noch 114 berufliche Bedienstete in allen Sparten wie Rettungsdienst und Mobile Dienste, unter ihnen 35 Zivildiener. Wechsel in der Geschäftsführung Nach elf Jahren als Bezirksgeschäftsführer und Bezirksrettungskommandant in Urfahr-Umgebung übernahm Ing. Gerald Roth im Juni 2020 dieselben Funktionen im Bezirk Freistadt. Nachfolger im Bezirk Urfahr ist Peter Haslinger, der schon in der Jugendgruppe Walding aktiv war und im Roten Kreuz „groß“ geworden ist: Er ist seit 17 Jahren als Rettungssanitäter und als RK-Offizier im Bezirksrettungskommando tätig. Vor seiner Kür war Haslinger drei Jahre in der Leitstelle Linz-Mühlviertel als Disponent und Mitarbeiter in der Qualitätssicherung und Ausbildung tätig. Die (vorläufigen) Planungen im RK Urfahr-Umgebung sehen am 29. Mai einen Aktionstag für die RK-(Sozial) Märkte in Ottensheim und Gallneukirchen vor sowie eine Mitarbeiter-Werbeaktion. Am 14. Juli beginnt in Gallneukirchen die Sommerakademie zum Rettungssanitäter. Im nächsten Jahr plant die RK-Stelle Bad Leonfelden ihre 80-Jahr-Feier. www.roteskreuz.at/ urfahr-umgebung ♦ Wolfgang Reisinger Foto: Reisinger

MÜHLVIERTEL-MAGAZIN | Mai 2021 27 | LOKALES Abendschule in Bergheim: Auch für Männer interessant 500 Stunden Theorie und Praxis – das ist der Stundenplan in der Abendschule für Erwachsene in der Fachschule im Schloss Bergheim. Im Herbst startet der neue Lehrgang 2021/23 dieser zwei Jahre dauernden Ausbildung. Am 19. Mai 2021 findet um 19 Uhr dazu ein Info-Abend in Bergheim statt. Foto: Privat „Jede Menge Spaß!“ (Liane, 36), „Die Abendschule ist für mich eine Schule fürs Leben!“ (Julia, 21), „Mein Ziel ist die Facharbeiterprüfung!“ (Verena, 22), „Gerade auch für Männer eine sehr interessante Schule!“ (Herbert, 55), „Der Unterricht ist ein Erlebnis, die Lehrerinnen sind in ihrem Element!“ (Julia, 23), „Gemüsegarten und ein paar Tiere sollen mein Ausgleich zur Arbeit am Gericht sein!“ (Theresia, 24): Das sind Aussagen von Schülerinnen und einem Schüler, die derzeit die Abendschule 2019/21besuchen, die im Juni enden wird. Erwachsene gehen in die Schule, weil sie in Theorie und Praxis Neues erfahren wollen über gesunde Ernährung, bessere Lebensqualität, Zeit- und Haushaltsmanagement, soziale Kompetenz, Kreativität – z. B. im Garten, in der Floristik und beim Textilen Werken - sowie wertvolle Tipps für die Lebensgestaltung im Alltag. In der Praxis wird auf die Wünsche der Lehrgangsteilnehmer/innen Rücksicht genommen. Nicht zu übersehen ist die bunte und fröhliche Klassengemeinschaft mit einem regen Austausch an Wissen und Können. Die Unterrichtszeiten werden von den Lehrkräften mit den Schülern und Schülerinnen vereinbart. Herren willkommen: Auch Männer erhalten in der Abendschule in Bergheim die passende Ausbildung. Eine Schule auch fürs Berufsleben Der Besuch der Abendschule hat für viele Absolventen recht positive Folgen bei der Gestaltung des Alltags. Dass dieses Thema nicht ausschließlich Frauen betrifft, das sagen auch die Männer, die diese „Lebensschule“ besuchen. Aber auch für das Berufsleben kann die Abendschule entscheidend werden. So ist der Erwerb des Facharbeiterbriefes für Ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement möglich, der Voraussetzung für eine Förderung in der Landwirtschaft ist. Der Abschluss der Schule wird auch bei der Ausbildung zur Heimhilfe angerechnet. Deine Talente entdecken Sozial und kreativ – das ist das Motto der dreijährigen Fachschule in Bergheim. „Deine Talente entdecken und deine Persönlichkeit entfalten“ lautet der Slogan, mit dem 14-jährige Mädchen und Burschen eingeladen werden. Nach der ersten Klasse entscheiden sich diese dann für einen der beiden Ausbildungsschwerpunkte ECO Design oder Gesundheit und Soziales. Wer die dreijährige Fachschule erfolgreich abschließt, hat mit der Spezialisierung auf ECO-Design die Ausbildung Dekorateur/in abgeschlossen sowie die theoretischen Lehrabschlussprüfungen Florist/in und Einrichtungsberater/in erreicht. Wer sich auf Gesundheit und soziale Berufe spezialisiert, hat mit dem Zeugnis die Berufsabschlüsse zum/zur Kindergartenassistenten/in und zur Heimhilfe in der Tasche. Für beide Spezialausbildungen gemeinsam gibt es zum Abschluss auch den Facharbeiterbrief (Ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement); gleichzeitig wird der Abschluss auch als medizinische Bürofachkraft anerkannt. Nach der Fachschule steht den Schülern/innen der Aufbaulehrgang zur Matura an der HBLA Elmberg oder der Lehrgang zur Berufsreifeprüfung in Waizenkirchen offen. Schulführungen sind in Bergheim jederzeit möglich, allerdings ausschließlich nach vorheriger Anmeldung: 07233/7227 oder 0732/7720-33200; www.fachschule-bergheim.at ♦ Wolfgang Reisinger