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Mühlviertel Magazin Mai 2021

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28 | LOKALES

28 | LOKALES Mai 2021 | MÜHLVIERTEL-MAGAZIN LIONS HELFEN REGIONAL Gallneukirchner Lions trotzen Corona mit erfolgreichen Aktivitäten Obwohl die rigorosen Verbote der letzten Monate kaum reguläre Aktivitäten möglich machten, ist der Lions Club Gallneukirchen im Sinne seines sozialen Auftrages tätig. Dabei gelingt es immer wieder, den Corona-Einschränkungen mit findigen Ideen ein Schnippchen zu schlagen. Ein Beispiel dafür war die Lions Sternen-Taler-Aktion in der Vorweihnachtszeit. Viele Unterstützer kauften die köstlichen Kastner-Lebkuchen – und sicherten so jene Einnahmen, mit denen vor allem in der Region Gusental rasch und unbürokratisch Hilfe geleistet wurde bzw. wird. Die wertvollen Preise, die man bei der Teilnahme gewinnen konnte, wurden kürzlich überreicht. Jugendarbeit ist ein weiterer Schwerpunkt des Serviceclubs. Neben Unterstützungen für örtliche Schulprojekte beteiligt sich der LC Gallneukirchen dabei in Kooperation mit den Mittelschulen in Gallneukirchen und Altenberg am jährlichen „Friedensplakat-Wettbewerb“. 355 Schülerinnen und Schüler nahmen dabei mit ihren bildnerischen Arbeiten am Jahresprojekt „Frieden durch Hilfsbereitschaft“ teil. Damit sind sie global in einem großen Verbund, weltweit engagieren sich hier 400.000 junge Menschen. Und für die hoffentlich bald anbrechende Zeit nach Corona hat der LC Gallneukirchen einen besonderen Pfeil im Köcher: Für den 18. Juni 2021 ist in Zusammenarbeit mit dem Rotary Trotz Corona engagiert: der Vorstand (Bild) und die Mitglieder des Lionsclub Gallneukirchen. Club Gallneukirchen in der Pfarrkirche Gallneukirchen ein Panflötenkonzert mit dem erblindeten Musiker Wolfgang Niegelhell geplant. Der Rein erlös dieser Veranstaltung dient der Ausbildung von Blindenführerhunden. ♦ Der Musiker Wolfgang Niegelhell gastiert am 18. Juni in der Pfarrkirche Gallneukirchen. Foto: LC Gallneukirchen Foto: Privat VP-POLITIKER Zufriedenheit über Regio- Stadtbahn und 1-2-3-Ticket Bei einem Lokalaugenschein in Gallneukirchen zeigten sich VP-Politiker aus der Region UU mit der Einigung in Sachen Regio-Stadtbahn 1-2-3-Ticket sehr zufrieden. „Seitens der ÖVP Urfahr-Umgebung haben wir immer darauf gedrängt, dass Freude über die Einigung auf die Regio-Stadtbahn und das 1-2-3-Ticket bei NR Bgm. Michael Hammer, NR Claudia Plakolm, Bgm. Herbert Fürst, Landtagspräsident Wolfgang Stanek, Bgm. Gisela Gabauer und LAbg. Josef Rathgeb (v.l.). dieses wichtige Verkehrskonzept für unsere Pendlerinnen und Pendler realisiert wird. Ich bin erfreut, dass nunmehr die Absichtserklärung zwischen dem Land Oberösterreich unter Federführung unseres Landeshauptmannes, gemeinsam mit dem Bund und der Stadt Linz unterzeichnet ist“, sagte ÖVP-Bezirksparteiobmann Hammer bei einem Lokalaugenschein. Dabei machte er sich gemeinsam mit den Bürgermeistern Gisela Gabauer (Gallneukirchen), Herbert Fürst (Engerwitzdorf), NR Claudia Plakolm, LAbg. Josef Rathgeb und Landtagspräsident Wolfgang Stanek vor Ort ein Bild. ♦ Foto: OÖVP-UU

MÜHLVIERTEL-MAGAZIN | Mai 2021 29 | INTERVIEW LR Gerstorfer: „Am wichtigsten sind verlässliche Bezugspersonen“ Besonders am Herzen liegen der Sozialreferentin der oö. Landesregierung, LR Birgit Gerstorfer (SP), in der Corona-Krise die Kinder und Jugendlichen. Im Interview mit dem GUUTE Mühlviertel Magazin bricht sie auf die Fragen von Bernhard Haudum u. a. eine Lanze für verlässliche Bezugspersonen. Kinder und Jugendliche sind von der Coronakrise besonders betroffen. Wie beurteilen Sie die aktuelle Situation für diese Altersgruppe in Oberösterreich? Gerstorfer: Die Corona-Krise stellt uns alle auf eine harte Geduldsprobe. Auch für Kinder und Jugendliche häufen sich die Belastungen. Bevor alles zu viel wird: unbedingt Unterstützung holen und darüber reden! Foto: vowe Worunter leiden Kinder und Jugendliche durch Corona derzeit am meisten? Gerstorfer: Soziale Kontakte sind eingeschränkt. Der Leistungsdruck in den Schulen ist nicht weniger geworden, ein großer Teil des Lernstoffs muss selbstständig erarbeitet werden. Dazu kommt, dass viele Freizeitaktivitäten derzeit nicht oder nur eingeschränkt möglich sind. Viele verbringen derzeit ihre freie Zeit genauso vor dem Computer wie die Unterrichtsstunden. In vielen Familien ist die Stimmung sehr angespannt, vor allem bei beengten Wohnverhältnissen oder Arbeitslosigkeit der Eltern steigt die Gefahr von häuslicher Gewalt. Stimmt es, dass die Zahl der psychischen Erkrankungen bei jungen Menschen durch Corona besonders stark gestiegen ist? Gerstorfer: Ja, es gibt zunehmend psychische Beeinträchtigungen bis hin zu depressiven Verstimmungen, wie sich auch im Beratungsalltag der Kinderund Jugendanwaltschaft OÖ (KiJA OÖ) zeigt. Eine kürzlich präsentierte Studie bestätigt diesen Befund: Vor allem junge Erwachsene wiesen hier deutlich mehr depressive Symptome auf als noch vor einigen Monaten. Wohin können sich Betroffene, die Hilfe brauchen, wenden? Gerstorfer: Die KiJA OÖ bietet auch in Lockdown-Zeiten ein umfassendes Beratungsangebot für junge Menschen an. Unter Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen und nach vorheriger Anmeldung sind auch persönliche Gespräche möglich, in erster Linie wird derzeit aber die telefonische Beratung in Anspruch genommen. Hilfe und Information für alle unter 21 – kostenlos, vertraulich und auf Wunsch anonym: Beratungshotline: 0732 77 97 77 Mobbing-Hotline: 0664 152 18 24 WhatsApp: 0664 60072-14004 E-Mail: kija@ooe.gv.at Homepage: www.kija-ooe.at Welche Angebote bietet das Sozialressort des Landes OÖ. zusätzlich an? Kinder und Jugendliche haben es derzeit schwer – Sozialreferentin Birgit Gerstorfer setzt sich für sie ein. Gerstorfer: Man kann sich an diverse Jugendberatungsstellen wenden. Auch mehrere EXIT-sozial – Beratungszentren, die Kinder- und Jugendhilfe, Krisenhilfe OÖ, Telefonseelsorge sowie Gewalt- und Kinderschutzzentren bieten Hilfe. Alle Angebote mit detaillierter Suchmöglichkeit findet man auf www.soziallandkarte-ooe.at. Abschließend noch ein persönlicher Rat an die Kinder und Jugendlichen: Wie kommen sie am besten durch die kommenden Frühjahrs- und Sommermonate? Am wichtigsten sind verlässliche Bezugspersonen. Darüber hinaus gibt es einfache Strategien, wie man das Wohlbefinden steigern kann. Schon kleine Dinge können viel verändern: • So oft wie möglich an die frische Luft gehen • Über Telefon und Videochats Kontakte pflegen • Die gewohnte Tagesstruktur beibehalten, ... ♦