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Mühlviertel Magazin April 2021

14 | LOKALES

14 | LOKALES April 2021 | MÜHLVIERTEL-MAGAZIN VIEL BEWEGT IN 25 JAHREN Haibachs Bürgermeister Josef Reingruber geht in Polit-Ruhestand Im Februar 1996 wurde Josef Reingruber zum Bürgermeister von Haibach im Mühlkreis gewählt. Heuer zieht er sich von seinem Amt zurück – und kann eine positive Bilanz ziehen. Beim Amtsantritt von Josef Reingruber war Haibach im Mühlkreis eine klassische Abgangsgemeinde. Der finanzielle Spielraum für gemeindeeigene Projekte war dementsprechend begrenzt. Dank vorausschauender Finanzplanung und auch durch den starken Zuzug in die ländliche Wohngemeinde hat sich diese Situation umgekehrt: Seit mehreren Jahren bilanziert man in Haibach positiv. Besonders stolz ist Reingruber darauf, dass in seiner Amtszeit über 100 Baupar- zellen gewidmet worden sind. Nicht zuletzt deshalb ist die Zahl der Haushalte seit 1996 um 25 % angestiegen, ebenso hat sich die Einwohnerzahl von knapp 850 auf über 1000 erhöht. Viele Projekte im Straßen- und Kanalbau, die Errichtung des Feuerwehrhauses mit Veranstaltungssaal in Renning, die Errichtung neuer Spielplätze oder die Umstellung auf eine umweltfreundliche Pelletsheizung in der Volksschule Kaindorf samt Installation einer PV-Anlage tragen Der scheidende Bürgermeister Josef Reingruber (Mitte) konnte in seiner 25-jährigen Amtszeit viele Projekte realisieren. Reingrubers Handschrift. Zuletzt wurde unter seiner Federführung der Breitbandausbau in großen Teilen der Gemeinde auf Schiene gebracht. Im Gemeinderat legte Reingruber stets Wert auf gute Zusammenarbeit. Nicht ohne Grund wurden mehr als 98 % der fast 1.400 Gemeinderatsbeschlüsse einstimmig gefasst. Die gute Kooperation mit den Gemeinden Reichenau und Ottenschlag, die ja mit Haibach eine Verwaltungsgemeinschaft bilden, war dem scheidenden Bürgermeister ebenso ein großes Anliegen. ♦ Foto: Gemeinde ÖAAB UND WIRTSCHAFTSBUND Voraussetzungen für Weg aus der Krise schaffen In Urfahr-Umgebung stehe man zwar wirt - schaftlich gesehen besser als in anderen Regionen da. Um den Weg aus der Corona-Krise zu schaffen, wollen ÖAAB-Bezirksobmann Josef Rathgeb und Wirtschaftsbund-Bezirksobfrau Sabine Lindorfer aber dennoch an verschiedenen Schrauben drehen. Trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie hat man in Urfahr-Umgebung nach wie vor die niedrigste Arbeitslosenrate aller oberösterreichischen Bezirke. Das sei auch der Wirtschaftsstruktur des Bezirks mit wenig Industrie und vielen soliden Familienbetrieben geschuldet, sind sich Josef Rathgeb und Sabine Lindorfer einig. Dennoch sei jeder Arbeitslose einer zu viel: „Für die betroffenen Menschen ist das eine sehr schwierige Herausforderung.“ Um die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt wieder anzukurbeln, be- dürfe es mehrerer Maßnahmen, sagt Sabine Lindorfer: „Es muss uns etwa gelingen, die arbeitslosen Menschen besser zu qualifizieren, um sie als Fachkräfte einsetzen zu können.“ So gebe es mittlerweile wieder viele offene Stellen, allerdings passe die Qualifikation der Arbeitssuchenden nicht immer zu den Stellenangeboten. Daher solle man das Augenmerk verstärkt auf Weiterbildungsangebote legen, damit sich Menschen während der Arbeitssuche zusätzliche Fähigkeiten aneignen können. ÖAAB-Bezirksobmann Josef Rathgeb und WB-Bezirksobfrau Sabine Lindorfer. Für Josef Rathgeb ist besonders wichtig, dass erfolgreichen Betrieben weiterhin die Möglichkeit für Expansion und Wachstum gegeben wird: „Diese Investitionen sind äußerst wichtig für die gesamte Region.“ Mit dem INKOBA Sterngartl habe man hier ein Vorzeigeprojekt realisiert, dessen Betriebsbauflächen mittlerweile fast alle vergeben sind. „Hier werden mehr als 500 Menschen eine Anstellung haben, die nicht in den Zentralraum pendeln müssen. Und auch das höhere Kommunalsteueraufkommen in den beteiligten Gemeinden ist ein sehr positiver Effekt“, sagt der ÖAAB-Bezirksobmann. ♦ Foto: ÖVP

STADTBAHN UND 1-2-3-TICKET AUF SCHIENE Öff i-Offensive: staufrei, günstig und klimafreundlich unterwegs Der Ausbau der Regio-Stadtbahn, eine O-Bus-Verbindung im Osten von Linz und das 1-2-3-Jahresticket sind fix. Landeshauptmann Thomas Stelzer hat die Verhandlungen ins Ziel gebracht. Die Regio-Stadtbahn ist das größte Ausbauprojekt im öffentlichen Verkehr in Oberösterreich in den vergangenen Jahrzehnten. Die Mühlkreisbahn wird über die neue Eisenbahnbrücke direkt an den Hauptbahnhof angebunden werden. Nördlich der Donau wird ein Ast – die zukünftige Schnellbahnlinie S7 – abgezweigt und bis Pregarten geführt. Möglich wird dieser gewaltige Ausbau des öffentlichen Verkehrs auch durch den Oberösterreich-Plan, einem oö. Investitionspaket zur Bewältigung der Coronakrise. 449 Millionen Euro dieses insgesamt 1,2 Milliarden umfassenden Pakets sind für den Ausbau der Infrastruktur vorgesehen. Die Devise lautet: Wenn der Staat in der Krise investiert, dann auf jeden Fall sinnvoll und nachhaltig. Und: Weniger Stau und umweltfreundliche, moderne Mobilität erfüllen diese Kriterien allemal. Eine Einigung gibt es auch beim 1-2-3-Ticket, einer günstigen Jahreskarte, die für alle öffentlichen Verkehrsmittel in Österreich gelten soll. Oberösterreich unterstützt das österreichweite Ticket. Und auch in unserem Bundesland soll noch heuer ein Jahres-Flächenticket an den Start gehen. Landeshauptmann Thomas Stelzer hat die Verhandlungen mit dem Bund ins Ziel gebracht und eine Einigung für OÖ erreicht. Über das Projekt herrscht große Einigkeit. Nicht nur von Bund, vom Land Oberösterreich und der Stadt Linz, auch über Parteigrenzen hinweg wird das Projekt von ÖVP, Grünen, SPÖ und FPÖ unterstützt. Die Verhandlungen waren nicht immer einfach. „Aber wenn‘s darum geht, wie wir das Leben der Menschen verbessern können, treten die unterschiedlichen Standpunkte in den Hintergrund. Ich freue mich, dass wir dieses Projekt alle gemeinsam tragen“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer über diesen Schulterschluss. • Verlängerung der Mühlkreisbahn bis zum Hauptbahnhof • Neue S-Bahnlinie 7 vom Hauptbahnhof bis Pregarten • Neue O-Bus-Linien im Osten von Linz • 1-2-3-Ticket: Jahreskarte für alle öffentlichen Verkehrsmittel Erfolg für Oberösterreich: OÖ-Regional-Stadtbahn und 1-2-3-Ticket kommen. Anzeige LANDESHAUPTMANN THOMAS STELZER