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Mühlviertel Magazin Dezember 2020 - 2

22 | SPORT

22 | SPORT Dezember 2020 | GUUTE MAGAZIN Geschäftsführerwechsel bei ERIMA Österreich: Willy Grims (li.) aus Rohrbach-Berg geht in Pension, sein Nachfolger ist der Haslacher Michael Klimitsch. KLIMITSCH FOLGT AUF GRIMS Chefsessel bei ERIMA Österreich bleibt in Mühlviertler Hand Einen neuen Chef gibt es ab dem Jahreswechsel 2020/21 bei ERIMA Österreich: Der Haslacher Michael Klimitsch (48) sorgt als Nachfolger von Willy Grims (62) aus Rohrbach-Berg dafür, dass die Geschäftsführer-Position der ERIMA teamsport GmbH in Mühlviertler Hand bleibt. Klimitsch – er ist gelernter Sportartikel-Einzelhandelskaufmann – steht seit dem Jahr 2005 in den Diensten der traditionsreichen deutschen Sportmarke und war schon bisher Stellvertreter von Grims. Sein Aufgabengebiet umfasste bislang den Key-Account und die Gebietsleitung für Ostösterreich. Zusätzlich unterstützte er Willy Grims bei den großen Sportausrüsteraktivitäten wie jenem des österreichischen Olympiateams. „Ich freue mich und werde mich bemühen, den erfolgreichen Kurs von ERIMA Österreich weiterhin fortzusetzen“, sieht Michael Klimitsch seiner neuen Aufgabe voller Zuversicht entgegen. Erima ÖSTERREICH der Marke. Top-Ausrüsterengagaments wie jene beim ÖOC und beim ÖPC wurden in seiner Zeit ebenso realisiert wie der Ausbau der Marktposition. Grims machte ERIMA zu einem Top-Player in Österreich – und wurde dafür gemeinsam mit seinem Team wiederholt ausgezeichnet. „Ich habe mich bemüht, dem ERIMA-Leitspruch GEMEINSAM GEWINNEN mit Einsatz, Herz und Leidenschaft gerecht zu werden. Dass ich jetzt ein erfolgreiches Unternehmen übergeben kann, ist eine Freude und erfüllt mich mit großer Dankbarkeit“, sagt der Oberösterreicher zu seinem Abschied in Richtung Pension. Als „Paukenschlag“ im Konzert der Länderniederlassungen bezeichnet ERIMA-Inhaber Wolfram Mannherz den Geschäftsführerwechsel in Österreich. „Willy Grims hat einen ausgezeichneten Job abgeliefert und Österreich für ERIMA zu einem der wichtigsten Märkte gemacht. Mit der Bestellung von Michael Klimitsch ist sichergestellt, dass die hervorragende Arbeit der letzten zwei Jahrzehnte kontinuierlich und erfolgreich weitergeführt wird“, erklärt Mannherz. ♦ Foto: ERIMA/LUI Mit dem bisherigen Geschäftsführer Willy Grims verabschiedet sich eine „Legende“ aus der österreichischen Sportszene. Über Jahrzehnte in dieser fest verankert, prägte er seit dem Jahr 2000 die Geschicke von ERIMA Österreich: Zuerst als Vertriebsleiter und ab 2005 als Geschäftsführer war er die treibende Kraft hinter dem Aufstieg Anzeige

GUUTE MAGAZIN | Dezember 2020 23 | SPORT CORONA-NEBENWIRKUNGEN FÜR DEN VEREINSSPORT Weggefallene Einnahmen als Hemmnis für den Breitensport Ein Bild aus besseren Zeiten für Veranstalter – der Panoramalauf in Altenfelden musste heuer wie so viele Breitensport-Veranstaltungen abgesagt werden. Foto: Archiv/Enzenhofer Während es für die Fußballer wenigstens zum Teil möglich war, Meisterschaftsspiele und Trainingsbetrieb aufrechtzuerhalten, sind die allermeisten Breitensport- Veranstaltungen der Pandemie zum Opfer gefallen. Es waren nur wenige Sportveranstaltungen im Breitensportbereich, die trotz Corona im vergangenen Sommer und Herbst durchgeführt werden konnten. Zu unsicher die Ausgangslage, zu hoch die Ansteckungsgefahr. Während die Volksläufe, Radrennen und andere Bewerbe normalerweise wichtige Einnahmequellen für die Vereine sind, musste man heuer teilweise sogar draufzahlen, wie etwa Patric Grüner von der Sportunion Schenkenfelden berichtet: „Wir hätten unsere Hirtstein-Trophy für Anfang September geplant und waren schon sehr weit mit den Vorbereitungen. Auch die Zeitnehmung war bereits gebucht und eine Vorauszahlung geleistet – dieses Geld haben wir nicht mehr zurückbekommen.“ Eine Durchführung wäre prinzipiell möglich gewesen, allerdings unter hohen behördlichen Auflagen, wie Grüner schildert: „Wir hätten sogar die Teilnehmeranzahl beschränkt und das Rennen mit Einzelstart durchgeführt. Dann bekamen wir die Info, dass nur 150 Personen für die Veranstaltung zugelassen werden – inklusive Zuschauer. Das hätte sich dann einfach nicht mehr gerechnet.“ Nachdem auch der geplante Silvesterlauf bereits abgesagt werden musste, steht das Running Team der Sportunion Schenkenfelden heuer ohne Einnahmen da. Geld, das für geplante Neuanschaffungen wie neue Vereinsbekleidung fehlt. Ähnlich ist die Situation bei der Schiunion Altenfelden: Die größten Einnahmequellen sind die Schi-Ortsmeisterschaften, der Panoramalauf mit 350 Teilnehmern und der Schibasar im Herbst. Alle drei Veranstaltungen mussten abgesagt werden. „Damit verliert der Verein etwa drei Viertel der jährlichen Einnahmen“, berichtet Kassier Helmut Mörzinger. Mit diesem Geld unterstütze man vor allem den Schi-Nachwuchs: Die Startgelder und die Kosten für den Vereinsbus müsse man jetzt aus den Rücklagen heraus finanzieren. Schade findet Mörzinger, dass auch die ehrenamtliche Nachwuchsarbeit stark unter der Corona-Krise leidet: Sowohl der Kinder-Schikurs als auch das wöchentliche Schifahren mit den Volksschulkindern können unter den derzeit geltenden Bestimmungen nicht durchgeführt werden. „Als Verein könnten wir das nicht verantworten“, sagt Mörzinger. Im nächsten Jahr soll aber eine der größten Laufveranstaltungen im Bezirk Rohrbach wieder stattfinden. „Der Panoramalauf ist für den 17. Juli 2021 angesetzt – und wir hoffen, ihn dann auch durchführen zu können“, blickt Organisator Willi Leitner optimistisch in die Zukunft. Darauf hoffen sicherlich viele Veranstalter im gesamten Mühlviertel. Um wieder etwas Geld in die Vereinskassen zu bekommen und damit wichtige – weil auch gesundheitsfördernde – Aktivitäten durchführen zu können. ♦