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Mühlviertel Magazin Dezember 2021

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22 | LOKALES SPORT

22 | LOKALES SPORT Dezember 2021 | MÜHLVIERTEL-MAGAZIN DAS FUSSBALLJAHR VON A BIS Z Von Corona-Wehen über wackelige Trainersessel bis hin zu erfolgreichen Amazonen (K)eine reine Frauensache: Barbara Wenigwieser ist eine jener couragierten Damen, die als Schiedsrichterin im Fußball-Unterhaus für Furore sorgen. Nach dem Ende der Saison knöpfen wir uns das abgelaufene Fußballjahr noch einmal vor. Neben Corona ohne Ende stand dieses vor allem im Zeichen wackeliger Trainersessel und von Fußball-Amazonen, die zeigten, dass die Kickerei auch bei der holden Weiblichkeit zusehends an Bedeutung gewinnt. Andi Prammer: Der Vorderweißenbacher ist so etwas wie der tragische „Trainer-Held“ der Corona-Jahre: Zweimal holte er als Coach der SU Vortuna Bad Leonfelden den Herbstmeistertitel in der Landesliga Ost, zweimal wurde die Meisterschaft vorzeitig abgebrochen. Als es beim dritten Anlauf im abgelaufenen Herbst sportlich zwischenzeitlich nicht ganz rund lief, gab es trotz der vorangegangenen Erfolge keinen Kredit: Mitte der Saison wurde ihm der Trainersessel vorzeitig vor die Tür gestellt. Bittere Pille für den SV Gramastetten: Auch der Meindl-Elf spuckte Corona kräftig in die sportliche Suppe. Im Vorjahr in überlegener Manier Herbstmeister, konnte man in der aktuellen Herbstsaison nicht an die Leistungen aus dem Vorjahr anschließen. Mit Oepping ist der Herbstmeister in der 1. Klasse Nord schon mit einem derartigen Respektabstand (13 Punkte) enteilt, dass es im Frühjahr eines gewaltigen Kraftaktes bedarf, um im Titelrennen doch noch ein Wörtchen mitzureden. Corona und kein Ende: Das „depperte Virus“ (O-Ton eines Fußballfunktionärs) sorgt nach wie vor für Probleme. Mit vereinten Kräften haben es die Vereine und der Fußballverband aber geschafft, die vergangene Herbstsaison ohne größere Beeinträchtigungen über die Bühne zu bringen. Wesentlich dafür verantwortlich war die hohe Impfdisziplin – ein Großteil der Unterhauskicker ist inzwischen gegen Corona geimpft. Damen im Rampenlicht: Mit der von der Zerspanungstechnikfirma Hoga aus Helfenberg gesponserten Union St. Stefan/W. schaffte ein Damenverein aus der Region den Aufstieg in die Landesliga. In dieser schlagen sich die Kickerinnen bislang brilliant. Und auch in höheren Ligen lassen Mühlviertler Fußballerinnen aufhorchen: Jana Rauch aus Reichenau/M. kickt in St. Pölten – und die Vorderweißenbacherin Lisa Feilmayr sorgt als Goalgetterin bei den LASK-Damen für Schlagzeilen. Etwas überraschend fightet die DSG Union Altenberg in der Bezirksliga Nord im Spitzenfeld mit. Die Schützlinge von Coach Erwin Seyr hatte niemand so richtig auf der Rechnung. Mit Kampfkraft, Einsatz, aber auch fußballerischer Qualität halten sie mit den Ligafavoriten mit und überwintern als Tabellendritter. Dabei steckten sie auch die unglückliche Niederlage im Derby gegen Gallneukirchen gut weg: Diese Partie hatten die Altenberger sportlich gewonnen – aufgrund eines Wechselfehlers wurde aus dem Sieg aber eine 0:3-Niederlage am Grünen Tisch. Fehler am Spielbericht waren auch, die Wippro Vorderweißenbach gegen Putzleinsdorf die drei Zähler bescherten: Ein nicht auf dem Spielbericht stehender Gäste-Spieler wurde kurz vor Schluss eingewechselt. Dem meist durch Übereifrigkeit glänzenden Schiedsrichterassistenten Rudi Deisenhammer – er reist übrigens mit dem Wunschkennzeichen FIFA-1 auf seinem Opel zu den Spielen an – fiel dieser Lapus aber erst nach der Partie auf. Da war’s zu spät, nach der entsprechenden Meldung des Referees wurde aus dem an sich verlorenen Match ein 3:0-Erfolg für die Schmankerldorfkicker. Goalgetter vom Dienst: Auch wenn er nicht mehr ganz so dominant wie in frü- heren Jahren zur Geltung kommt, ist David Radouch so etwas wie die „Torversicherung“ der SU Vortuna Bad Leonfelden. Der Tscheche ist nach wie vor immer für einen Treffer gut und nach dem Herbst mit neun Treffern im Rennen um den Torschützenkönig der Landesliga Ost voll mit dabei. Horrorbilanz in der Fremde: Während man auf eigener Anlage durchaus respektabel abschnitt, lief für Bezirksligist Ottensheim auswärts nicht wirklich viel zusammen: Mit nur zwei Remis und einem Torverhältnis von 2:18 avancierte man zum Punktelieferanten für die Gegner. Trotzdem lebt die Chance auf den Klassenerhalt absolut noch, um diesen matchen die Kicker aus dem Donaumarkt mit Wartberg/ Aist, Haibach/Donau und Hofkirchen/M. Interimstrainer für ein Spiel: Nach der überraschenden Ablöse von Andi Prammer sprangen Dominik Mach und Herwig Drechsel für eine Partie auf der Trainerbank der SU Vortuna Bad Leonfelden ein. Mit einem 2:2 auswärts bei Haka Traun konnten die „Ersatzcoaches“ immerhin einen Zähler mit in die Kurstadt nehmen. Josef Prihoda: Der Tscheche in den Diensten der Union Wippro Vorderweißenbach übernahm nach einem kapitalen Fehlstart der Schmankerldorfkicker in den Herbst gemeinsam mit Hansi Krieg die sportliche Verantwortung – und riss das Ruder herum: Nach einem hart erkämpften Auswärtssieg im Derby gegen Gallneukirchen fuhr man mit 16 Zählern so viele Punkte ein, dass man mit dem Abstieg aus der Bezirksliga Nord nichts mehr zu tun haben sollte. Katastrophal verlief der Herbst für Landesligist Union Katsdorf: Mit nur einem Sieg und drei Remis auf der Habenseite muss man als Tabellenschlusslicht überwintern. Abgestiegen ist man deswegen trotzdem nocht nicht – ohne eine signifikante Leistungssteigerung wird es aber wohl eher in Richtung Bezirksliga gehen. Fotos: beha-pictures

MÜHLVIERTEL-MAGAZIN | Dezember 2021 23 | SPORT Letzte Minuten als große Stärke: Gleich mehrfach gab der SV Haslach (1. Klasse Nord) im abgelaufenen Herbst einem Spiel in der Schlussphase noch eine Wende. Gegen Gramastetten drehten die Kicker aus dem Webermarkt die Partie ganz am Ende ebenso noch um wie gegen Schenkenfelden, wo sie aus einem 2:5-Rückstand noch einen 6:5-Erfolg machten. Magere Ausbeute: Gerade einmal fünf Punkte konnte Alberndorf in der 2. Klasse Nord-Mitte in den 13 Herbstrunden holen. Damit steht man abgeschlagen am Tabellenende in der 2. Klasse Nord-Mitte. Dabei verkaufte man seine sportliche Haut mehrfach durchaus teuer, manchmal – wie im Match gegen Leader Lichtenberg, das man erst in der 92. Minute verlor – fehlte es den Danninger-Schützlingen aber am nötigen Quäntchen Glück. Neufelden, Herbstmeister St. Stefan/W., Nebelberg und St. Martin 1B – diese vier Teams dürften sich den Meistertitel in der 2. Klasse Nordwest unter sich ausmachen. Fast traditionell präsentiert sich die Liga mit den vielen Vereinen aus dem Bezirk Rohrbach extrem ausgeglichen und heiß umkämpft. Oberneukirchen als Hochburg für den Kickernachwuchs: Mit den meisten Einsatzminuten für E24-Spieler stellte die von Michael Gruber trainierte Mannschaft ihre Stärken in puncto Nachwuchsarbeit im abgelaufenen Herbst eindrucksvoll unter Beweis. Sportlich konnte man sich so im vorderen Mittelfeld der Tabelle der 1. Klasse Nord halten, wo es hinter dem überlegenen Herbstmeister Oepping recht eng hergeht. Pupi trifft und trifft und trifft... Obwohl immer wieder von Verletzungen geplagt, ist Philipp Pupeter in Schenkenfelden nach wie vor der Torschütze vom Dienst. Nach einem Bezirksliga-Gastspiel bei Vorderweißenbach zu seinem Stammverein zurückgekehrt, ist der Banker in den Diensten der Raiffeisenbank Region Bad Leonfelden bei diesem im Sturm eine absolute Bank. Insgesamt hat er seiner Laufbahn schon unglaubliche 324 Tore erzielt. Querschläger als Siegtreffer: Ein Tausendguldenschuss, der von der Stange den Weg ins Tor fand, sorgte im hochklassigen Bezirksliga-Derby zwischen Vorderweißenbach und Freistadt für den Last-Minute-Sieg der Messestädter: Der von Florian Hennerbichler geschossene Ball bedeutete in Minute 92 das 2:3. Richard Ganglberger: Der langjährige Hilfsschiedsrichterreferent, der in ganz OÖ. für die Ausbildung der Vereins-Referees sorgte, ging vor der Herbstmeisterschaft endgültig in den Ruhestand. Für seine Verdienste wurde der Vorderweißenbacher beim Verbandstag des OÖ. Fußballverbandes vom ehemaligen ÖFB-Präsidenten Leo Windtner mit einer hohen Auszeichnung bedacht. Steyregg in der Krise: Dem einstigen Topteam droht der Gang in den Fußballkeller. Nach einer äußerst durchwachsenen Herbstsaison findet man sich gemeinsam mit Treffling am Ende der Tabelle der 1. Klasse Mitte wieder. Etwas besser ergeht es in dieser Liga Puchenau mit einer Platzierung im hinteren Mittelfeld. Top-Unternehmen als Partner: Ob die Hochreiter-Gruppe aus Bad Leonfelden, Wippro aus Vorderweißenbach, Keramo aus Hellmonsödt bzw. Peilstein, Kapl-Bau aus Bad Leonfelden, Hoga-Zerspanungstechnik aus Helfenberg oder die Wimberger-Gruppe aus Lasberg – zahlreiche heimische Spitzenfirmen engagieren sich im Fußball als Sponsoren. Dort helfen sie nicht nur den Vereinen, sondern finden auch eine attraktive Plattform für ihre Marketingaktivitäten vor. Unglaubliches Pech hatte der Gallneukirchner Toptorjäger Michael Schinagl in der Partie gegen Vorderweißenbach: Ohne Feindeinwirkung verletzte er sich so schwer, dass er mit notärztlicher Unterstützung abtransportiert werden musste. Inzwischen befindet sich der Alberndorfer auf dem Weg der Besserung und darf auf ein Comeback hoffen. Vereinsausstatter mit neuem Chef: Nachdem der langjährige Geschäftsführer Willy Grims in Pension ging, übernahm Michael Klimitsch die Leitung der Österreich-Niederlassung von ERIMA. Der neue Boss stammt aus Haslach an der Mühl und erwarb seine ersten Kenntnisse in der Sportartikelbranche so wie Grims im Sporthaus Niedersüss in Rohrbach. Wenigwieser Barbara: Die aus der Urfahraner Schiri-Gruppe stammende junge Dame ist einer jener weiblichen Referees, die in der an sich von Männern dominierten Fußballwelt ihre Frau stellt. Dies dokumentierte sie u. a. im heiß umkämpften Bezirksliga-Derby zwischen Gallneukirchen und Vorderweißenbach. Dort hatte sie nicht nur bei den vielen Zweikämpfen den Überblick, sondern behielt auch nach der bereits erwähnten schweren Verletzung von Michael Schinagl kühlen Kopf. FUSS Ball mit diesem Bon gültig bis 31.12.2021 Leo Windtner und Richard Ganglberger X-fach diskutiert – in der Praxis aber häufig meist ein Sorgenkind: Durch geburtenschwache Jahrgänge und fehlende ehrenamtliche Trainer stellt die Nachwuchsarbeit viele Vereine vor große Probleme. Häufig hilft man sich mit Spielgemeinschaften über den eigenen Ort hinaus, die mitunter aber auch mehr schlecht als recht funktionieren. Yannik Haslinger, Matyas Markytan, Michael Würzl, Pavel Svoboda & Co.: In der Bezirksliga Nord wimmelt es nur so vor starken Torjägern. Diese halten teilweise bei einer Trefferquote von mehr als einem Tor pro Spiel und dürfen sich durch ihre Qualitäten regelmäßig über eine Sonderbewachung durch die gegnerische Abwehr „freuen“. Zuschauerboom: Nach der von Corona erzwungenen Pause zeigten sich die Fans richtig ausgehungert: Bei vielen Partien wurden deutlich mehr Zuschauer als vor der Pandemie registriert. Apropos Registrierung: Diese funktionierte auf den meisten Plätzen problemlos – und nennenswerte Viruscluster wurden im Unterhaus auch keine verzeichnet. ♦ 2021 -30% auf lagernde Fußballschuhe und Fußball-Hallenschuhe! ✂ -20 % auf lagernde Laufschuhe Anzeige Foto: LUI -30%