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Mühlviertel Magazin Dezember 2022

4 | TOURISMUS

4 | TOURISMUS Dezember 2022 | MÜHLVIERTEL-MAGAZIN Übergabe des INEO-Awards an Hoteldirektor Karl Schmalzer und Marketingleiterin Sonja Hainy vom Spa Hotel Bründl (Bildmitte) durch Präsidentin Doris Hummer (re.) und Vizepräsident Leo Jindrak von der Wirtschaftskammer Oberösterreich. ****Spa Hotel Bründl gewinnt INEO Lehrbetriebs-Award 2022 Bei der diesjährigen Verleihung des ineo-Awards der Wirtschaftskammer OÖ ging der 1. Platz in der Kategorie „Mittelbetriebe“ an das ****Spa Hotel Bründl in Bad Leonfelden. Die WKO zeichnete das Mühlviertler Viersternehotel als „vorbildlichsten Lehrbetrieb Oberösterreichs“ in der Betriebsgröße 10 – 99 Mitarbeiter aus. Anzeige Mit dem ineo-Award der WKO Oberösterreich werden jährlich jene Betriebe ausgezeichnet, deren Lehrlingsausbildung von hoher Qualität ist. Das ****Spa Hotel Bründl legt seit vielen Jahren großen Wert auf eine solide Lehrlingsausbildung und eine verantwortungsvolle Förderung der beruflichen Entfaltung. Wer engagiert ist und Freude am Umgang mit Menschen hat, ist im ****Spa Hotel Bründl goldrichtig. Das Bad Leonfeldner Wellness- Gesundheits- und Seminarhotel hat bereits einige erfolgreiche Lehrlinge hervorgebracht. So hat die ausgelernte Köchin Maria Stadlbauer die Goldmedaille bei den Koch-Staatsmeisterschaften in Altmünster erkocht. Victoria Cellnigg, ebenso ausgelernte Köchin des ****Spa Hotel Bründl, gewann die Junior Koch Challenge der Linzer Hotspots und Sebastian Lachinger ist mittlerweile mehrfach ausgezeichneter Cocktail-Staatsmeister. „Lehrlinge sind Rohdiamaten“ „Lehrlinge sind wie Rohdiamanten, es liegt an uns, sie als erfolgreiche Fachkräfte auszubilden“, sagt Hoteldirektor Karl Schmalzer. „Das Ziel ist, unseren Lehrlingen die Freude am Lehrberuf zu vermitteln, sie zu fördern und in ihrer Freude über die Auszeichnung bei den Spa Bründl-Lehrlingen und ihren Chefs: v.l.n.r.: Klemens Göweil (Küchenchef), Julian Raab, Emre Sabri, Christian Lengauer, Dir. Karl Schmalzer (Hoteldirektor), Andrea Gangl, Johanna Tröbinger, Lara Wipplinger, Dominik Reischütz (Restaurantleiter). Entwicklung zu begleiten. Wir bieten ihnen Weiterbildungsmöglichkeiten, sie können an Austauschprogrammen teilnehmen oder die Lehre mit Matura absolvieren.“ Seit 2007 wurden im ****Spa Hotel Bründl 21 Lehrlinge ausgebildet, mehr als 100 Praktikanten haben ein erfolgreiches Pflichtpraktikum absolviert und 7 Lehrlinge befinden sich derzeit in Ausbildung. ♦ Fotos: Cityfoto, Spa Hotel Bründl

MÜHLVIERTEL-MAGAZIN | Dezember 2022 5 | INTERVIEW LR Wolfgang Hattmannsdorfer: „Die Teuerung ist eine der größten Herausforderungen“ Seit dem Herbst 2021 ist Wolfgang Hattmannsdorfer neuer oö. Sozial-Landesrat. Im Interview mit dem GUUTE Mühlviertel-Magazin sieht der VP-Politiker vor allem in der enormen Teuerung eine der größten Herausforderungen. Die Fragen stellte Chefredakteur Bernhard Haudum. Foto: Land OÖ Seit etwas mehr als einem Jahr sind Sie jetzt als Sozial-Landesrat im Amt. Haben Sie sich diesen Job so vorgestellt? Hattmannsdorfer: Persönlich wurde ich in den ersten Monaten sehr gut aufgenommen und es macht jeden Tag aufs Neue sehr viel Spaß. Wir führen mit unseren Partnern im Sozial- und Integrationsressort eine offene Diskussion auf Augenhöhe. Ich schätze diesen sehr respektvollen und wertschätzenden Umgang. Das ermöglicht uns auch, unabhängig unserer politischen Einstellungen, gemeinsam an Lösungen zu arbeiten. Was war Ihr ganz persönliches Highlight seit Ihrem Amtsantritt? Hattmannsdorfer: Ich bin mit voller Leidenschaft in der Politik, weil ich Verantwortung für meine Mitmenschen übernehmen und etwas weiterbringen will. Das hat schon in der Schule begonnen, als ich damals die Schulmilch organisiert habe oder später als ich Schulsprecher war. Daher ist jedes Projekt bzw. Vorhaben, das wir auf Schiene bringen ein persönliches Highlight. Einen meiner ersten Schwerpunkte in diesem Jahr habe ich auf die Erarbeitung einer Strategie zur Attraktivierung der Pflegeberufe gelegt. Vor wenigen Wochen konnte ich gemeinsam mit Städtebundpräsidenten Luger und Gemeindebundpräsidenten Mader ein 50 Maßnahmenpaket präsentieren. Das war sicherlich ein persönlicher Meilenstein im ersten Jahr. Mit dem Sozialressort verantworten Sie einen Bereich, dem in schwierigen Zeiten eine besondere Bedeutung zufällt. Was sind hier aktuell die größten Herausforderungen? Am Puls der Zeit: Sozial-Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer. Hattmannsdorfer: Eine der größten Herausforderung ist die Teuerung. Wir durchleben gerade eine der herausforderndsten Situationen nach dem zweiten Weltkrieg und viele meiner Generation kennen solche Zeiten gar nicht. Viele haben noch nie lernen müssen zu verzichten bzw. dass nicht alles selbstverständlich ist. Umso wichtiger ist es, dass wir als Gesellschaft optimistisch bleiben und uns auch etwas zutrauen. Wir werden unseren Wohlstand nur halten können, wenn wir gerade in herausfordernden Zeiten bereit sind etwas beizutragen. Als öffentliche Hand werden wir diejenigen, die unsere Hilfe brauchen, bestmöglich und treffsicher unterstützen, wenn ich beispielsweise an den Oö. Energiekostenzuschuss oder an die Erhöhung des Heizkostenzuschusses denke. Solidarität ist aber nicht alleine eine Aufgabe des Staates, jeder wird seinen Beitrag leisten müssen. Ein Riesenthema ist derzeit die Integration von Flüchtlingen. Was unternehmen Sie als zuständiger Landesrat, um praktikable Lösungen zu finden? Hattmannsdorfer: Mir ist bewusst, dass die Frage der Zuwanderung und der Integration eine der zentralsten Fragen unserer Gesellschaft ist. Ich verstehe die Sorgen und Bedenken, die viele haben und keine Gemeinde hat eine Freude mit einem Flüchtlingsquartier. Was die Gemeinden und das Land bei der Unterbringung leisten, ist aber nur die Bekämpfung der Symptome, löst aber das Grundproblem nicht: Wir können nicht akzeptieren, dass Österreich in der EU die zweitmeisten Asylanträge hat. Daher muss sich Österreich auf europäischer Ebene verstärkt dafür einsetzen, dass die illegale Migration nach Europa gestoppt wird und im Zweifel selbst Maßnahmen zum Schutz unserer Grenzen setzen. Mit der Migration hängt oft auch das Thema Jugendbetreuung und Jugendförderung zusammen. Welche Schwerpunkte sind hier geplant? Hattmannsdorfer: Oberösterreich ist ein starkes Land und bietet jungen Menschen viele Perspektiven. Damit das auch so bleibt, wollen wir genau wissen, was die Jugendlichen bewegt und was ihnen wichtig ist. Daher erarbeiten wir gemeinsam mit den Jugendlichen eine neue Jugendstrategie des Landes. Die Krawallnächte rund um Halloween zeigen nämlich nicht das Bild der Jugendlichen, wie ich sie kenne. Sie sind engagiert, hilfsbereit und in vielen Bereichen auch absolute Weltmeister. Das wollen wir weiterhin fördern und daher lade ich alle Jugendlichen ein, sich online an der Entwicklung der Jugendstrategie zu beteiligen. Infos online unter www.jugendservice.at/partyzipation. ♦