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Mühlviertel Magazin Februar 2020

6 | WIRTSCHAFT/TOURISMUS

6 | WIRTSCHAFT/TOURISMUS Februar 2020 | GUUTE MAGAZIN Freistädter Wirtschaft: Dynamisch ins neue Jahr Mit 4.000 Unternehmen (doppelt so vielen wie im Jahr 2.000) und knapp 10.800 Beschäftigten ist die Wirtschaft im Bezirk Freistadt gut aufgestellt. Die Region für die Ansiedlung neuer Betriebe noch attraktiver zu machen, ist ein zentrales Vorhaben von Christian Naderer, neuer Obmann der WKO Freistadt. FLEISSIGE Menschen „Wir müssen den Standort schützen und stärken. Die Globalisierung wirkt sich auch auf uns aus“, so Naderer bei einem Pressegespräch. Neben Verkehrsprojekten zählen dazu leistungsfähiges Internet und die Sicherung ausreichender Gewerbeflächen. Naderer skizziert einige neue Ideen: Statt Bauen auf der grünen Wiese will er verstärkt leerstehende Gebäude in den Ortskernen nutzen – dafür fordert er steuerliche Anreize und Förderungen. Zum Thema Mobilität schweben ihm u. a. Anreizsysteme vor, damit Mitarbeiter auf Fahrgemeinschaften, Fahrräder o. Ä. umsteigen. Für einen starken Wirtschaftsstandort Freistadt (v. l.): Dieter Wolfsegger (Leiter WKO Freistadt), Wolfgang Kormann, Christian Naderer. Nach Neumarkt i. M. übersiedelt ist die Firma Rockster. Das Unternehmen produziert mobile Brecher (für Recycling direkt auf der Baustelle) und ist dank dreier Patente weltweit erfolgreich. „Wir haben den Schritt aufs Land nie bereut“, sagt Geschäftsführer Wolfgang Kormann. „Hier finden wir leichter gutes Personal. Die Mühlviertler sind ehrliche, fleißige Leute und haben Hausverstand.“ ♦ Foto: Gattermayr KOOPERATION Kirchschlag nun Teil des Linz Tourismus Nicht ins Mühlviertel, sondern in Richtung Linz orientiert sich in Zukunft Kirchschlag in Sachen Tourismus: Die Gemeinde entschied sich bei der notwendigen Fusion ihres Tourismusverbandes für die Landeshauptstadt und ist nun Teil der neuen Linz-Region. Die neue Kooperation wurde Anfang Jänner von Tourismus-Landesrat Markus Achleitner und den Verantwortlichen der beiden Fusionsverbände vorgestellt. Im Bild v.l.: Andreas Pilsl, bisheriger Vorsitzender des Tourismusverbandes Kirchschlag und Betrei- ber der Kirchschlager Skilifte, Walter Oberneder, Betreiber der Skischule, des Hochseilgartens und des Kinderkletterparks in Kirchschlag, Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner, Bgm. Gertraud Deim, mit Enkelin Larissa, KR Manfred Grubauer, Vorsitzender des Tourismusverbandes Linz, Prof. Georg Steiner, Tourismusdirektor Linz, und Günter Maurer, GH Maurerwirt in Kirchschlag. ♦ Foto: Land OÖ/Kauder

GUUTE MAGAZIN | Februar 2020 7 | LOKALES Foto: Mühlviertel Magazin/Enzenhofer TROTZ VERSPÄTETEM SAISONSTART Skigebiete sind nach Weihnachten zufrieden Kaum Niederschläge und dazu auch noch eher frühlingshafte als winterliche Temperaturen: Die größeren Skigebiete der Region ziehen aber trotz des verspäteten Saisonstarts eine positive Zwischenbilanz nach den Weihnachtsferien. Am Hochficht startete man am 21. Dezember mit einem Teilbetrieb, erst während der Ferien konnte man sukzessive weitere Pisten für den Skilauf freigeben. Dazu bedurfte es eines enormen Aufwands, sagt Geschäftsführer Gerald Paschinger: „Als es endlich kalt genug für die maschinelle Beschneiung war, haben wir quasi rund um die Uhr und im Schichtbetrieb gearbeitet.“ Man sei zwar nicht ganz an die Besucherzahlen der Vorjahre herangekommen, der Aufwand habe sich aber dennoch gelohnt: „Es sind – auch dank des schönen Wetters – sehr viele Gäste gekommen.“ Auch am Sternstein konnte man in den letzten Tagen des alten Jahres die Kombi-Seilbahn in Betrieb nehmen, nachdem zuvor nur das Kinderland geöffnet hatte. „Der Publikumszuspruch war sehr gut. Man merkt, dass Schifahren nach wie vor sehr beliebt ist und einen hohen Stellenwert hat“, freut sich Geschäftsführer Andreas Eckerstorfer. Als „Nahversorger-Skigebiet“ sei man dank Gondeln, großem Kinderareal und speziellen Angeboten vor allem für Familien attraktiv. Einen neuen Besucherre- Die Föhnwetterlage samt Warmwetter – so wie hier Mitte Dezember – sorgte für einen verspäteten Saisonstart in den Mühlviertler Skigebieten. kord wird es nach den Wetterkapriolen im Dezember wohl keinen geben, es könnte aber trotzdem noch eine erfolgreiche Saison am Sternstein werden: „Das hängt auch vom Wetter an den Wochenenden und in der Ferienzeit im Februar ab“, sagt Eckerstorfer. Am 30. Dezember konnte man auch in Kirchschlag mit einem Teilbetrieb starten. Trotz des reduzierten Angebots war der Zulauf an manchen Tagen enorm und der Parkplatz ausgelastet, sagt Geschäftsführer Andreas Pilsl: „Die Leute waren froh, dass wir in Betrieb gehen konnten.“ Auch die drei ansässigen Skischulen konnten ihre Kurse durchführen. ♦ Anzeige