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Mühlviertel Magazin Februar 2021

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6 | INTERVIEW

6 | INTERVIEW Februar 2021 | GUUTE MAGAZIN LHStv. Haberlander: „Die Impfung ist ein wesentlicher Schritt in Richtung Normalität“ Deutliche Worte findet die oö. Gesundheitsreferentin LHStv. Christine Haberlander zur Impfung gegen das Corona-Virus: Diese sei ein wesentlicher Schritt in Richtung Normalität, sagt sie im Interview mit dem GUUTE Mühlviertel Magazin. Die Fragen stellte Bernhard Haudum. Mit der Impfung steht seit kurzer Zeit ein wirksames Mittel gegen Covid19 zur Verfügung. Warum empfehlen Sie, sich impfen zu lassen? Haberlander: Die Impfung ist entscheidend – sie schafft den Weg aus dem zermürbenden Kreislauf von Öffnung und Lockdown. Noch stehen wir am Anfang dieses Weges. Noch haben wir schwere Monate vor uns. Aber je schneller wir mit der Impfung sind, desto schneller werden wir in unser gewohntes Leben zurückkehren können. Was sagen Sie den Skeptikern, die der Corona-Impfung kritisch gegenüber stehen? Haberlander: Die Menschen sehnen sich nach Normalität. Die Menschen sehnen sich nach Gemeinschaft und ihrem gewohnten Leben. Die Impfung ist der Weg dazu. Natürlich ist eine detaillierte Information durch geschultes Personal und auf verschiedenen Kommunikationswegen der Schlüssel, um möglichst viele Menschen davon zu überzeugen, sich impfen zu lassen. Die geplante Impfkampagne des Bundes wird hier auch noch einiges bewegen. Ab wann bzw. wie wird sich die Impfung auf das oö. Gesundheitssystem auswirken? Haberlander: Jede Impfung mehr bedeutet einen weiteren Schritt im Kampf gegen die Pandemie. Bis jedoch die breite Bevölkerungsschicht die Möglichkeit zur Impfung hat und damit gegen das Virus geschützt ist, ist weiterhin das oberste Ziel, das Gesund- heitssystem und unsere Liebsten zu schützen. Deshalb ist es trotz Impfstart wichtig, die bekannten Maßnahmen wie Mund-Nasenschutz tragen, Abstand halten und auf die Handhygiene achten, einzuhalten. Die Impfung könnte ein wichtiger Schritt hin zu einer Normalisierung der Situation sein. Wann werden wir Ihrer Ansicht nach wieder ohne größere Einschränkungen leben können? Haberlander: Sie wissen, dass wir in Oberösterreich ein Ziel verfolgen. Die beste Gesundheitsversorgung für die Menschen im Land. Zurzeit bedeutet das vor allem: Jene schützen, die unser Land aufgebaut haben – und die sich jetzt zurecht auf unsere Unterstützung verlassen wollen. Und es bedeutet nach wie vor: Gemeinsam alles zu unternehmen, um die Gesundheitsversorgung zu sichern. Die Impfung ist ein wesentlicher Schritt hin zur „Normalität“. Erst wenn ausreichend Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher gegen Coro- na geimpft sind, wird eine Art Normalisierung einkehren. Wir wünschen uns alle, dass dieser Zeitpunkt so rasch wie möglich kommt. Eine persönliche Frage: Wie haben Sie die letzten Monate erlebt und was nehmen Sie für Ihre politische Zukunft aus der Pandemie mit? Haberlander: Die vergangenen Monate haben mich in meiner Funktion als Gesundheits- und Bildungsreferentin sehr gefordert. Mein größter Wunsch war und ist, wie bei vielen anderen, jener nach Normalität. Wir haben gesehen, egal welches Alter, welche Herkunft oder welches Geschlecht: Corona macht vor niemandem halt, nur gemeinsam lässt sich das Virus eindämmen. Gemeinsam heißt, sich und seine Mitmenschen zu schützen, die bekannten Maßnahmen einzuhalten und sich sobald als möglich impfen zu lassen. Ich nehme mir vor allem mit, dass ohne Gesundheit nahezu alles zur Nebensache wird und dass ich dankbar für die Solidarität in Oberösterreich bin. ♦ Foto: Land OÖ./Denise Stinglmayr

GUUTE MAGAZIN | Februar 2021 7 | LEHRLINGE Anzeige Fotos: Kapl Bau/lichtlinien.at Die Lehrlingsausbildung ist eine der wichtigsten Säulen bei Kapl Bau, dementsprechend bemüht man sich auch um den Fachkräfte-Nachwuchs. Und diese Bemühungen zeigen Wirkung: Das Interesse an den verschiedenen Lehrberufen ist so groß, dass man leider nicht alle Bewerber aufnehmen kann. „Je früher man sich bewirbt und je besser die Qualifikation ist, desto leichter bekommt man eine Lehrstellte“, sagt Lehrlingsbeauftragter Manfred Eckerstorfer. Man freue sich aber über jede Schnupperanfrage und Bewerbung, denn für besonders motivierte und geschickte Jugendliche versuche man immer, einen Ausbildungsplatz zu finden. Dass Kapl Bau als Lehrlingsausbildungsbetrieb so begehrt ist, hat für Eckerstorfer mehrere Gründe: „Wir können unseren Lehrlingen nicht nur eine fachlich hochqualitative Ausbildung bieten, sondern auch viele Karrierechancen nach der abgeschlossenen Lehre. Den Weg vom Lehrling bis hin zum Meister haben bei uns im Betrieb schon viele Mitarbeiter absolviert.“ Dementsprechend wird nicht nur die Lehrlingsausbildung forciert, sondern auch die Aus- und Weiterbildung nach Lehrabschluss vom Betrieb voll unterstützt. Das kollegiale Betriebsklima, viele Mitarbeiter-Benefits, lustige Veranstaltungen und natürlich die sehr gute Bezahlung schon während der Lehrzeit seien weitere attraktive Punkte, die für Kapl Bau sprechen. Quereinsteiger und Umsteiger willkommen Viele Jugendliche kommen nach wie vor auf dem klassischen Weg, also gleich nach dem Abschluss der Pflichtschule, zu Kapl Bau, um dort ihre Ausbildung zu beginnen. Aber auch Um- Viele Wege führen zu Kapl Bau Über 40 Lehrlinge werden derzeit bei Kapl Bau ausgebildet. Die meisten davon haben sich gleich nach der Schule dazu entschlossen, ihre Lehre beim Traditionsbetrieb aus Bad Leonfelden anzugehen. Es gibt aber auch Quereinsteiger und Schulabgänger, die auf dem 2. Bildungsweg ihre Chance bekommen, neu durchzustarten. Dominik Winklehner Spengler „Ich wollte schon immer einen Handwerksberuf erlernen und habe gleich nach der Pfl ichtschule meine Spengler-Lehre begonnen. Diese Entscheidung habe ich nie bereut, im Gegenteil: Ich möchte nach Lehrabschluss weiter als Spengler arbeiten und verschiedene Weiterbildungen absolvieren, um später Vorarbeiter und vielleicht Meister zu werden.“ Gregor Enzenhofer Hochbauer u. Betonbauer steiger und Quereinsteiger sowie Schulabgänger hat man in den vergangenen Jahren einige aufgenommen. „Viele Wege führen zu Kapl“, sagt Geschäftsführer Alexander Gruber mit einem Augenzwinkern. „Für viele Jugendliche ist es schwierig, mit 14 oder 15 Jahren schon genau zu entscheiden, wohin ihr beruflicher Weg sie führen soll. Bei einigen kristallisiert sich erst etwas später das Interesse am Handwerk und einer Lehre am Bau heraus. Wir geben auch Quereinsteigern und Umsteigern die Chance, bei uns einen neuen Beruf zu ergreifen, und bieten dazu eine fundamentale Ausbildung.“ ♦ „Nach der Hauptschule bin ich in eine weiterführende Schule gegangen. Ich habe aber bald gemerkt, dass der Schulalltag doch nicht das Richtige für mich ist und habe mich bei Kapl Bau beworben. In der Berufsschule habe ich gute Noten und die abwechslungsreiche Arbeit taugt mir. Deshalb absolviere ich jetzt eine vertiefende Ausbildung zum Hochbau-Spezialisten und Betonbauer.“ Lukas Höfer Maurer und Zimmerer „Zuerst habe ich Einzelhandelskaufmann gelernt und abgeschlossen. Richtig glücklich bin ich aber in diesem Beruf nicht geworden, deshalb habe ich mich am 2. Bildungsweg für eine Lehre bei Kapl Bau entschieden. Die Kollegen sind super, die Arbeit spannend und der Verdienst auch sehr gut. Nachdem ich bei Lehr beginn schon 18 Jahre alt war, bin ich gleich mit dem Gehalt vom 3. Lehrjahr eingestiegen.“ LEHRE Deine bei Dein Ansprechpartner zu allen Lehrlingsthemen: Lehrlingsbeauftragter Manfred Eckerstorfer Manfred.eckerstorfer@ kaplbau.at Tel. 0664 8280316