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Mühlviertel Magazin Juli 2021

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MÜHLVIERTEL-MAGAZIN | Juli 2021 13 | INTERVIEW LHStv. Christine Haberlander: „Wir fahren nach wie vor auf Sicht“ „Vorsichtig optimistisch“ ist die oö. Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Dabei mahnt sie aber zur Vorsicht: „Wir fahren nach wie vor auf Sicht“ sagt sie auf die Fragen von Bernhard Haudum. Foto: Land OÖ Betrachtet man die Zahlen, so hat man den Eindruck, dass die Corona-Pandemie sukzessive unter Kontrolle kommt. Sehen Sie das auch so? Haberlander: In den vergangenen 15 Monaten mussten wir oft die Geduld unserer Landsleute strapazieren. In den vergangenen 15 Monaten wurde es oftmals kompliziert. Heute ist es relativ einfach. Die Schutzimpfung hilft – jeder und jedem einzelnen sowie uns allen. Jeder und jedem einzelnen, weil sie das persönliche Risiko minimiert und uns allen, weil jede und jeder Geimpfte nicht nur sich selbst schützt – sondern jeden von uns. Mit jeder zusätzlichen Impfung gehen wir einen Schritt nach vorne im Kampf gegen das Virus und der zunehmende Impffortschritt stimmt mich auch positiv für die kommende Zeit. Aber eines muss uns klar sein, wir fahren nach wie vor auf Sicht. Mag sein, dass das schwierigste Stück des Weges hinter uns liegt. Aber hinter der nächsten Kurve kann die nächste Überraschung liegen. Deshalb bin ich vorsichtig optimistisch. Betone aber „vorsichtig“ genauso wie „optimistisch“. Oberösterreich hat schon im Mai den „Impfturbo“ gezündet. Wie zufrieden sind Sie mit der Entwicklung in diesem Bereich? der und jedem einzelnen – und somit uns allen. Natürlich wäre es mir am liebsten, wenn jeder, der eine Impfung möchte, auch bereits geimpft wäre. Doch in Zeiten der Corona-Krise haben Wünsche keinen Platz und ich bin froh über jede weitere Schutzimpfung, die wir ermöglichen können. Und wir sehen anhand der Anmeldezahlen, dass auch die Bereitschaft, sich impfen zu lassen, erheblich größer ist als am Anfang des Jahres angenommen - was auch gut ist! Bis wann rechnen Sie mit jener Durchimpfungsrate, die Experten als endgültigen Schlüssel für ein Ende der Pandemie sehen? Haberlander: Mit Anfang Juni haben bereits rund 650.000 Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher ihre erste Teilimpfung erhalten, knapp die Hälfte davon wurde sogar bereits zweitgeimpft. Wir sehen zudem, dass mit jeder zusätzlichen Schutzimpfung und dem Einhalten der Maßnahmen weitere Öffnungsschritte möglich werden. Wichtig ist, dass wir nicht leichtsinnig mit unseren gewonnenen Freiheiten umgehen und uns gegenseitig weiterhin schützen. Die Impfung wird hier einen wesentlichen Beitrag dazu leisten. Welche Problemkreise liegen ihnen in puncto Corona in den kommenden Wochen besonders am Herzen? Haberlander: Wie jede und jeder andere auch freu ich mich über jeden Öffnungsschritt, der gemacht werden Haberlander: Zu Beginn der Impfung waren sehr viele Menschen skeptisch und auch die benötigten Liefermengen waren nicht vorhanden. Jetzt sehen immer mehr, die Schutzimpfung hilft jekann. Aber wir fahren eben nach wie vor auf Sicht. Denn das Virus ist weiterhin unter uns und wir müssen uns an gewisse Regeln halten, um dem Virus keine Chance zu geben. Und was planen Sie für den Herbst? Haberlander: Für den Herbst ist das Wichtigste, dass alle Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher, die eine Impfung erhalten möchten, diese auch erhalten haben und vor allem auch, dass die Auffrischungsimpfungen reibungslos ablaufen können. Hierfür braucht es zeitnahe ein bundesweit einheitliches Konzept. ♦