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Mühlviertel Magazin Juni 2021

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18 | BAUEN UND WOHNEN

18 | BAUEN UND WOHNEN Juni 2021 | MÜHLVIERTEL-MAGAZIN DACHDECKEREI BREUER Wenn eine Erfolgsstory in einem Schuppen beginnt Es gibt sie auch in Zeiten wie diesen noch: jene unternehmerischen Erfolgsgeschichten, die kein Lehrbuch, sondern das Leben schreibt. Für eine solche steht Josef Breuer vom gleichnamigen Dachdecker- und Spenglereibetrieb in Vorderweißenbach: Seine Erfolgsstory begann in einem Schuppen. „Hofübergabe“ in der Spenglerei und Dachdeckerei Breuer: v.l.: Rudi Maureder, Josef Breuer und Georg Pirngruber. Breuer wagte – nachdem er viele Jahre in verschiedenen Unternehmen in der Baubranche tätig war – 2003 den Schritt in die Selbstständigkeit. „Am Anfang habe ich mich an meinen ehemaligen Arbeitgeber verleast – und zusätzlich selber Aufträge angenommen“, erinnert sich der Sepp, wie ihn seine Freunde nennen, an die Gründerzeit seines Betriebes. Dabei fand er in seinem Bruder einen wichtigen Unterstützer: Stellte ihm dieser doch auf dem elterlichen Bauernhof in einem Schuppen jenen Platz zur Verfügung, den es für die ersten Maschinen brauchte. Mit diesen kamen auch die ersten Mitarbeiter – und der Grundstein für ein florierendes Unternehmen war gelegt. Rasch wurde der improvisierte Platz im Elternhaus zu wenig – und das Unternehmen schlug in der ehemaligen Halle der Firma Hoga in Ahorn seine Zelte auf: Mit inzwischen 14 Mitarbeitern fand man dort bis zum Jahr 2010 ein passendes Zuhause. Dann übersiedelte man in das neu errichtete Firmengebäude in Vorderweißenbach, das in den Folgejahren weiter ausgebaut wurde. Inzwischen zählt der Betrieb 22 Mitarbeiter – und Josef Breuer stellt nach vielen Jahren „mit weit mehr als 40 Wochenstunden“ die Weichen für die Zukunft. „Die Firma ist mein Lebenswerk. Daher ist es mir wichtig, dass es ordentlich weitergeht“, sagt er im Hinblick auf die Nachfolge, die zwei bisherige Mitarbeiter antreten: Rudi Maureder – der gelernte Spengler ist seit 2007 im Unternehmen – und Georg Pirngruber (ebenfalls gelernter Spengler, seit 2012 bei Breuer) haben nach einer seit dem Jahr 2020 laufenden Übergangsphase nun das Sagen. Der bisherige Chef hat in der neu gegründeten Immo Breuer GmbH, die sich u. a. um die Firmenliegenschaft kümmert, eine neue Aufgabe – und nützt den Abschied aus dem operativen Geschäft zu einem Danke: „Letztlich sind es immer die Menschen, die ein berufliches Wirken wertvoll machen. Ich bedanke mich bei allen Kunden, Partnern, Lieferanten und vor allem bei meinem Team für die vielen gemeinsamen, erfolgreichen Jahre“, sagt Josef Breuer. ♦ „Die Firma ist mein Lebenswerk. Daher ist es mir wichtig, dass es ordentlich weitergeht.“ JOSEF BREUER Anzeige Fotos: beha-pictures, Privat Meilensteine einer erfolgreichen Unternehmerlaufbahn: die erste Werkstätte im Schuppen des Elternhauses (li.), der zweite Firmensitz in der ehemaligen Halle der Fa. Hoga in Ahorn (li. unten) und das repräsentative Firmengebäude in Vorderweißenbach (re.).

MÜHLVIERTEL-MAGAZIN | Juni 2021 19 | LOKALES URFAHR-UMGEBUNG Landesrat Achleitner auf Bezirkstour Foto: Land OÖ / Denise Stinglmayr Im „Powerbezirk“ Urfahr- Umgebung war Wirtschafts- Landesrat Markus Achleitner kürzlich unterwegs und besuchte dabei einige Vorzeige-Betriebe. gitalisierung und Automatisierung von Service Prozessen. „Oberösterreich wird stark aus der Corona-Krise kommen. Die Konjunktur brummt und die Arbeitslosigkeit geht zurück. Der Bezirk Urfahr-Umgebung ist – wie das gesamte Mühlviertel – hier in einer Vorreiterrolle. Denn mit einer Arbeitslosenrate von knapp über 3 % herrscht hier de facto Vollbeschäftigung“, zeigt sich Achleitner optimistisch. Landtagsabgeordneter Josef Rathgeb, der Achleitner auf seiner Bezirkstour begleitete, will diese positive Entwicklung weiter vorantreiben: „Wir haben derzeit etwa 1.000 Betriebe mit 12.000 Ar- Spatenstich für das neue Betriebsgebäude der Next Generation Recyclingmaschinen in Feldkirchen Unter anderem war er zu Gast beim Spatenstich für das neue Betriebsgebäude der Next Generation Recyclingmaschinen in Feldkirchen (siehe Foto), stattete der Wippro GmbH in Vorderweißenbach, die ebenfalls gerade acht Millionen Euro in die Erweiterung des Firmengebäudes investiert, einen Besuch ab, und bekam bei der Softpoint GmbH in Steyregg Einblicke in die Dibeitsplätzen im Bezirk. Wir wollen noch mehr Betriebe und damit Arbeit in die Region bringen, den Auspendleranteil damit verringern und das Steueraufkommen in der Region erhöhen“, sagt Rathgeb. Eine große Rolle dabei soll der Breitbandausbau spielen: Oberösterreich habe sich bis jetzt die meisten Fördermittel aller Bundesländer dafür gesichert. Das größte einzelne Ausbauprojekt wird übrigens in Vorderweißenbach und damit auch im Bezirk Urfahr-Umgebung realisiert: Die Trassenlänge im „Schmankerldorf“ beträgt rund 100 Kilometer, die Investitionssumme 8,6 Millionen Euro. ♦ Foto: Landespresse/Max Mayrhofer „Zeit der Zuversicht“: Freude über Öffnungen Zufrieden zeigt sich Landeshauptmann Thomas Stelzer mit den seit wenigen Tagen gültigen Öffnungsschritten nach den langen Monaten des Corona-Lockdowns. Es sei nun eine „Zeit der Zuversicht“ angebrochen, sagte der Landeshauptmann. „Die Öffnungsschritte werden einen weiteren wirtschaftlichen Impuls auf den Weg aus der Krise auslösen. Sie bedeuten vor allem die Hoffnung für die Menschen im Land, bald wieder ein möglichst unbelastetes und weitgehend gewohntes Leben führen zu können. Wesentlich dafür ist auch die Pflege von ehrenamtlichen Kultur- und Vereinsaktivitäten. Ich begrüße es daher ausdrücklich, dass der Stellenwert der Blasmusik, des Chorgesangs und anderer Vereinsaktivitäten nun auch in der Bundesregierung erkannt wird. Wir in Oberösterreich werden weiterhin Seite an Seite mit all jenen stehen, die unsere Kultur, das Ehrenamt und die Tradition hochhalten“ – so Stelzer zu den Öffnungen. Kristina Kamleitner: Haibacherin geht unter die Roman-Autoren Ihren ersten Roman bringt Kristina Kamleitner aus Haibach im Mühlkreis auf den Markt: „Meet me after Midnight“ heißt das Werk, das seit wenigen Tagen im Buchhandel und als E-Book erhältlich ist. Kamleitner war schon als Kind vom Medium Buch und dem Schreiben generell fasziniert: Im Gegensatz zu ihren Mitschülern war es für sie immer eine Freude, wenn es Aufsätze zu schreiben galt. Nun lebt die selbstständige Grafikerin diese Begeisterung als Autorin – und tut dies mit dem Roman „Meet me after Midnight“. In diesem geht es um die Erbin eines Millionenkonzerns, die sowohl beruflich als auch privat auf dem Weg zu einem großartigen, erfolgreichen Leben zu sein scheint. Doch dann wird sie mit einem folgenschweren Fehler ihres Vaters konfrontiert, dessen Konsequenzen ihr verbieten, mit dem Mann zusammen zu sein, den sie am meisten liebt. Die Geschichte ist so umfassend, dass Kristina Kamleitner bereits an einer Fortsetzung arbeitet – der zweite Band des Romans soll im November 2021 erscheinen. Die Haibacherin Kristina Kamleitner mit ihrem Roman-Erstling „Meet me after Midnight“. Foto: Privat