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Mühlviertel Magazin November 2020

20 | LOKALES

20 | LOKALES November 2020 | GUUTE MAGAZIN Keine Entwarnung – Engerling-Plage ist noch nicht ausgestanden Die Schäden durch den Engerling haben sich heuer – dank günstiger Witterung – in Grenzen gehalten. Ausgestanden ist die Plage aber noch nicht: Die Maikäfer-Larven sind nach wie vor in großer Zahl in den heimischen Böden. Nach Trockenheit und gebietsweise großflächigen Schäden durch den Engerling in den vergangenen Jahren haben die heimischen Grünlandbauern heuer wieder eine satte Ernte einfahren können. Bedingt durch die günstige Witterung konnten sich die Wiesen wieder erholen. Auf vorgeschädigten Flächen sind aber hochwertige Futtergräser teilweise von Beikräutern wie Rispengras oder Gundelrebe verdrängt worden. In den vergangenen Wochen hat sich stellenweise zudem gezeigt, dass die gefräßigen Schädlinge nicht verschwunden sind: Betroffene Bauern berichten, dass der Engerling mancherorts bereits wieder kleinflächige Schäden verursacht hat. Für Christoph Scheuer von der Bezirksbauernkammer ist klar, dass der Engerling auch künftig für Schäden sorgen wird: „Der Maikäfer entwickelt sich in einem dreijährigen Zyklus. 2016 und zuletzt 2019 gab es größere Schäden, und auch 2022 wird ein sogenanntes ‚Hauptfraßjahr‘ werden.“ Negativ-Spirale Durch die teilweise schweren Schäden in den vergangenen Jahren waren etliche Bauern gezwungen, ihre Grünlandflächen mit der Kreiselegge zu bearbeiten und neu anzulegen. Dadurch und durch die trockene Witterung im letzten Jahr fehlten aber Futterreserven. Nicht wenige Landwirte mussten deshalb ihre Viehbestände reduzieren. Eine Entwicklung mit weitreichenden Folgen, wie Christoph Scheuer sagt: „Weniger Vieh bedeutet auch weniger Gülle bzw. Mist, also weniger Dünger für die Wiesen. Nicht ausreichend gedüngte Wiesen sind wiederum anfälliger für den Befall durch den Engerling.“ Beginne sich diese Negativ-Spirale zu drehen, sei es oftmals schwierig, wieder daraus auszubrechen. Gegenmaßnahmen ergreifen Die ausreichende Versorgung mit Nährstoffen durch Düngen sei Grundvoraussetzung für widerstandsfähigere Grünlandflächen. „Wer öfter mäht, muss auch öfter düngen“, sagt Scheuer. Alternative Methoden wie die Engerling-Bekämpfung mit Pilzgerste oder Fadenwürmern könnten zwar gebietsweise Erfolge bringen, flächendeckend könne man das aber kaum durchführen. Der wichtigste Faktor sei aber ohnehin die Witterung. Generell, aber vor allem für das „Hauptfraßjahr“ 2022 müsse man deshalb auf einen niederschlagsreichen und nicht allzu heißen Sommer hoffen, sagt Christoph Scheuer. ♦ ENGERLING Plage Die Gefahr durch den Engerling schlummert nach wie vor in den heimischen Böden. Foto: Archiv/Enzenhofer

GUUTE MAGAZIN | November 2020 21 | LOKALES Foto: Verein Waldkindergarten Sterngartl Auf geht’s: Freude bei den Kindern, den Betreuern und den politischen Vertretern über die zweite Saison des Waldkindergartens Sterngartl. Waldkindergarten Sterngartl: Eine Vision wurde wahr In sein zweites Jahr startete im Oktober der Waldkindergarten Sterngartl. Dank überzeugter Eltern, Waldpädagoginnen und vieler starker Partner konnte das gemeindeübergreifende Pionier­Projekt 2019 in Sonnberg Fuß fassen. Die Investitionsförderung der LEA- DER-Region Sterngartl Gusental und die Partnerschaft mit den Gemeinden Sonnberg, Zwettl/R., Kirchschlag, Haibach und Ottenschlag ermöglicht 16 Waldkindern prägende Kindheitserlebnisse. „Wir Eltern und Gründer spüren täglich die Begeisterung und Dankbarkeit für die ursprüngliche Lebendigkeit, die der Waldkindergarten ermöglicht“, sagt die neu gewählte Obfrau des Kindergartenvereins, Johanna Mülleder. Für die Bürgermeister der beteiligten Gemeinden sowie für Martin Tanzer und Martina Birngruber von der LEA- DER-Region ist diese Form des Kindergartens ein Novum: „Erstmals wurde eine Waldkindergruppe im ländlichen Raum gegründet. Normalerweise sind solche nur in dichteren Siedlungsgebieten zu finden. Mithilfe eines aktiven Vereins und der Förderung aus dem Regionalentwicklungstopf der Region konnte dieses ambitionierte Projekt realisiert werden“. ♦ Anzeige Die perfekten Partner für Immobilien und Finanzierung Wohnbauservice steht für Immobilien von A wie Altenberg bis Z wie Zwettl an der Rodl Ob bei der Errichtung von Eigentumswohnungen, Vermittlung von Mietwohnungen, Betriebsansiedlung und Gewerbeimmobilien, Immobilienentwicklung oder Immobilienbewertung – das WOSIG-Team begleitet Kunden zu ihrer Immobilienlösung: Private, Firmen und Gemeinden. Genießen Sie das Leben in unseren Wohnungen mit hochwertigen Austattungsdetails, die wir Ihnen gerne persönlich vorstellen. Haben Sie Interesse? Kontaktieren Sie uns kostenlos und unverbindlich. Wir freuen uns auf Sie! www.wosig.at Wohnbauservice Immobilien & Bauträger GesmbH | Raiffeisenplatz 2 | 4111 Walding | Tel. + 43 7234 84262 | E-Mail: office@wosig.at