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Mühlviertel Magazin November 2021

24 | WIRTSCHAFT

24 | WIRTSCHAFT November 2021 | MÜHLVIERTEL-MAGAZIN Foto: stock.adobe.com/industrieblick WKOÖ Um dem Fachkräftemangel zu Leibe zu rücken, fordert die Wirtschaftskammer OÖ. gezielte arbeitsmarktpolitische Maßnahmen. Wirtschaftskammer macht gegen Fachkräftemangel mobil Mit einer klaren Ansage in Sachen Fachkräftemangel ließ vor wenigen Tagen die Wirtschaftskammer OÖ. aufhorchen: „Vier von fünf offenen Stellen könnten besetzt werden“, sagte Präsidentin Doris Hummer – und forderte rasch arbeitsmarktpolitische Initiativen. MPW mit dem JULIUS-Award ausgezeichnet Große Auszeichnung für MPW aus Eidenberg: Chef Martin Peter Weixlbaumer nahm mit dem JULIUS-Award den Qualitätspreis des Wirtschaftsbundes OÖ. (WB) von Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner und WB-Bezirksobfrau Sabine Lindorfer entgegen. Das Unternehmen ist auf moderne Produkte in den Bereichen Lichtund Elektrotechnik spezialisiert und punktet bei den Kunden neben einem umfassenden Service auch mit einem erfolgreichen Webshop. Die Arbeitslosigkeit sinkt in Oberösterreich, die Zahlen liegen bereits unter dem Vorkrisenniveau. Zugleich verzeichnet OÖ. jedoch die höchste Anzahl an offenen Stellen: 31.169. Das sind 40,5 Prozent mehr als im Vorjahr – und damit ein absoluter Rekord. Aus einer aktuellen Fachkräfte-Erhebung geht hervor, dass 75 Prozent der befragten Unternehmen dringend Fachkräfte suchen. In den nächsten drei Jahren rechnen sie mit einer Verschärfung der Lage. OÖ sind 24.200 besetzbar, wenn man die richtigen Maßnahmen ergreift.“ „Die Zukunft des Arbeits- und Wirtschaftsstandortes Oberösterreich, unseres breiten Wohlstandes und des gut ausgebauten Sozialsystems werden ganz wesentlich davon abhängen, ob es uns gemeinsam gelingt, für die Betriebe sämtliche freie Arbeitskapazitäten gezielt zu erschließen und damit den Fachund Arbeitskräftemangel entscheidend zu entschärfen!“, betont Hummer. ♦ v.l. WB-Bezirksobfrau Sabine Lindorfer, Geschäftsführer Martin Peter Weixlbaumer und Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner. Foto: WB/Willnauer Die Wirtschaftskammer Oberösterreich unterstützt ihre Betriebe bei der Rekrutierung neuer Mitarbeiter bestmöglich. WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer ortet „Personalreserven“ bzw. „freie Kapazitäten“ in folgenden vier Bevölkerungsgruppen: „Ältere Arbeitnehmer und Pensionisten, Asylberechtigte und Personen mit Migrationshintergrund, Frauen und bereits länger arbeitslose Menschen bilden aktuell das größte Beschäftigungspotenzial.“ Initiativen sind jetzt nötig Um diese Gruppen in den Arbeitsmarkt zu integrieren, müssen bestehende Beschäftigungshindernisse beseitigt werden. Gleichzeitig bedarf es neuer Beschäftigungsanreize, die Erwerbsarbeit attraktiver zu gestalten. Friedrich Dallamaßl, Direktor-Stv. der WKOÖ, veranschaulicht anhand einer Modellrechnung: „Von 31.200 freien Stellen in Anzeige

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