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Mühlviertel Magazin November 2021

30 | SPORT

30 | SPORT November 2021 | MÜHLVIERTEL-MAGAZIN Karl Schmid: Er gab dem Mühlviertler Sport eine mediale Bühne Die heimische Sportszene trauert um Karl Schmid: Der langjährige Sportchef der Mühlviertler Nachrichten bzw. Mühlviertler Rundschau verstarb Anfang Oktober im 71. Lebensjahr. Mit dem Gramastettner schloss ein echtes „Medien-Urgestein“ für immer die Augen. Über Jahrzehnte begleitete er als Redakteur das Geschehen auf den Sportplätzen, den Pisten, Loipen und Sporthallen. Die Vereinsverantwortlichen, Trainer und Aktiven kannten den „Koarl“ – und er kannte sie: Seine vielfältigen Kontakte waren ebenso beeindruckend wie das enorme Hintergrundwissen quer durch alle Sportarten. Dieses floss in die Berichterstattung ein, mit der er „sein“ Medium in Sachen Sport zur unumstrittenen regionalen Nummer 1 machte. Als Allrounder konnte er dabei nicht nur mit der Schreibmaschine und später mit dem Computer umgehen – auch hinter der Kamera stellte Schmid seinen Mann. Besonders verbunden war er dem Mühlviertler Fußball: Einerseits schuf er für diesen mit den wöchentlichen Spielberichten und den entsprechenden Fotos eine unbezahlbare mediale Plattform – und andererseits engagierte er sich auch als Organisator des inzwischen legendären Mühlviertler Cups. Der in der Sommerpause ausgetragene Bewerb besaß lange Jahre ebenso einen enormen sportlichen Stellenwert wie der alternierend ausgetragene Juniorencup. Letzterer entpuppte sich dabei als echte Talenteschmiede, die dutzenden Jugendlichen den Weg zu einer Fußballerkarriere im Unterhaus ebnete. Dafür und für sein vielfältiges Engagement mit zahlreichen Ehrungen – er war u. a. Konsulent – bedacht, zog sich Schmid mit seiner Pensionierung in das Privatleben zurück. Die tausenden Artikel, die eine ganze Ära des heimischen Sportgeschehens nachhaltig dokumentieren, sorgen dafür, dass von ihm ein ganz spezielles Vermächtnis bleibt. Dieses macht ihn unsterblich und wird immer an eine prägende Mühlviertler Journalisten-Persönlichkeit erinnern. ♦ -b.h.- Mit dem Mühlviertler Fußballcup setzte sich Karl Schmid (li.) ein sportliches Denkmal. Unser Archivbild stammt aus dem Jahr 1989, als er mit Kapitän Kurt Mitterhofer den Cupsieg der Union Wippro Vorderweißenbach (im Endspiel gegen die Union Rohrbach-Berg) feiert. Anzeige Foto: Haudum SternSteinSki® Sichern Sie sich im November Ihre Saisonkarte zum vergünstigen Tarif! Die Vorfreude steigt! Vorverkaufstermine – jeweils Freitag & Samstag 12. & 13. Nov. / 19. & 20. Nov. / 26. & 27. Nov. Jeweils von 8.00 – 16.30 Uhr Erwachsene:.......€ 338,- statt € 405,- Jugendliche:.......€ 271,- statt € 325,- Kinder: .............................€ 166,- statt € 208,- Familienbonus: Beim Erwerb einer Saisonkarte eines Elternteils erhalten Kinder ab Jahrgang 2012 Saison- Freikarten. Erwerben beide Eltern eine Saisonkarte, erhalten Kinder ab Jahrgang 2007 Saison-Freikarten. Aktuelle Infos zur Schneelage und zum Saisonstart fi nden Sie unter www.sternstein.at oder auf unseren Social-Media-Kanälen. facebook.com/sternsteinski @sternsteinski Anzeige

MÜHLVIERTEL-MAGAZIN | November 2021 31 | SPORT FUSSBALL Eine Art von Normalität und Titelaspiranten in Nöten Die Fußball-Herbstmeisterschaft neigt sich dem Ende zu – und inzwischen ist auf den Plätzen in einer gewissen Art Normalität eingekehrt: Die Vereine haben sich mit den Corona-Vorgaben arrangiert und setzen diese problemlos um. Sportlich haben dagegen einige Titelfavoriten die liebe Not, um ihrer Rolle gerecht zu werden. So droht in der Landesliga Ost der Titelzug ohne die favorisierte SU Vortuna Bad Leonfelden abzufahren: Nach einer bislang eher durchwachsenen Herbstsaison ist Dietach in der Tabelle schon mit Respektabstand enteilt. Dem Trainerduo Andi Prammer/Christoph Hiesl, das mit den Kurstadtkickern in den beiden abgebrochenen letzten Jahren jeweils den Herbstmeistertitel holte, kosteten die nicht erfüllten Erwartungen bereits den Job. Interimistisch sprangen Dominik Mach und Herwig Drechsel als Ersatz ein, ehe vor dem Spiel gegen Neuzeug (3:0) Stefan Hartl übernahm. Andi Prammer wurde als Trainer der SU Vortuna Bad Leonfelden abgelöst. Endlich wieder Fußball vor großer Kulisse: So wie hier im Bezirksliga- Derby zwischen Wippro Vorderweißenbach und dem SV Freistadt, das 450 Fans anlockte, strömen die Zuschauer wieder eifrig auf die Plätze. Ähnlich wie den Leonfeldnern geht es dem SV Gramastetten in der 1. Klasse Nord: In der abgebrochenen Saison souverän auf Meisterkurs unterwegs, kommen die Schützlinge von Coach Gerhard Meindl bislang nicht so richtig in die Gänge. Auch für sie klafft in der Tabelle schon ein Loch in Richtung Spitze, wo sich etwas überraschend Oepping und Haslach tummeln. Letztere entpuppen sich dabei bislang als echte Spezialisten für die letzten Spielminuten: Gegen Gramastetten drehten sie die Partie ganz am Ende ebenso noch wie gegen Schenkenfelden, wo sie aus einem 2:5-Rückstand noch einen 6:5-Erfolg machten. In der Bezirksliga Nord tut sich Titel-Mitfavorit Gallneukirchen bislang eher schwer, während Freistadt seiner Rolle als Aspirant auf den Aufstieg gerecht wird. Im Derby gegen Wippro Vorderweißenbach hatten die Rössl-Schützlinge dabei allerdings ordentlich Dusel und fixierten erst in der Nachspielzeit doch noch die drei Punkte. In dieser Liga ist Altenberg drauf und dran, eine Überraschung zu liefern, die Truppe von Trainer Erwin Seyr fightet etwas unerwartet im Spitzenfeld mit. ♦ Anzeige Fotos: beha-pictures