Aufrufe
vor 2 Monaten

Mühlviertel Magazin Oktober 2020

  • Text
  • Guute
  • Oktober
  • Magazin
  • Leonfelden
  • Lehrlinge
  • Ausbildung
  • Lokales
  • Kapl
  • Ebenso
  • Gemeinsam
  • Www.guutemagazin.at

14 | LOKALES

14 | LOKALES Oktober 2020 | GUUTE MAGAZIN COVID-19-Impfstoff: „Weltweit sind 170 Projekte im Laufen“ Eine Frage bewegt derzeit alle: Wann kommt ein CO- VID-19-Impfstoff? Albin Gattermayr vom GUUTE Mühlviertel Magazin sprach darüber mit Mag. Ingo Raimon. Der Präsident des „Forums der forschenden pharmazeutischen Industrie“ (FOPI) ist ein versierter Kenner der Lage. Mag. Ingo Raimon Herr Raimon, was wird früher kommen? Ein COVID-19-Medikament oder eine Impfung? Ist schon absehbar, wann? Raimon: Weltweit wird mit Hochdruck an Behandlungsmöglichkeiten von CO- VID-19 geforscht. Die einzige nachhaltige Lösung zur Eindämmung des Virus ist eine Impfung. Über 170 Projekte zu Impfstoffkandidaten sind derzeit im Laufen, 28 davon befinden sich laut WHO in klinischer Entwicklung. Da jedes Impfstoffprojekt mehrere Etappen durchlaufen muss, können wir mit einer COVID-19-Impfung frühestes im ersten Quartal 2021 rechnen. Parallel dazu versucht man – quasi als Überbrückung – Medikamente zur Behandlung bereits Infizierter zu finden. Im Fokus stehen insbesondere Arzneimittel, die schon gegen eine andere Krankheit zugelassen oder zumindest in Entwicklung sind. Denn diese umzufunktionieren kann schneller gelingen als eine grundsätzliche Neuentwicklung. Wird auch in Österreich daran geforscht? Raimon: Klinische Studien sind eine wichtige Plattform für den internationalen Austausch von Medizinerinnen und Medizinern und für die Erforschung innovativer Arzneimittel. Obwohl die Zahl der Studien in Österreich rückläufig ist, werden immerhin acht COVID-19-Studien durchgeführt. So wird z. B. an Antikörpern oder an der Wirksamkeit von anderen Therapeutika geforscht. Das heißt, wir haben in Österreich vielversprechende Wissenschafter und hervorragende Voraussetzungen. Der Lockdown hat bewusst gemacht, dass wir bei Medikamenten (wie z. B. Antibiotika) zusehends von Asien abhängig sind. Wie wichtig ist die pharmazeutische Industrie mit Forschung und Produktion in Österreich bzw. Europa? Raimon: Die COVID-19-Pandemie hat ganz klar gezeigt: Unser Gesundheitssystem funktioniert im Wesentlichen hervorragend. Die Pharmaindustrie ist ein enorm wichtiger Partner in der Gesundheitsversorgung. Die Herausforderung während des Lockdowns war, die Lieferketten für Arzneimittel und medizinische Ausrüstung sicherzustellen, damit Patientinnen und Patienten ihre dringend benötigten Medikamente in ausreichender Menge zur Verfügung haben. Das galt auch für bereits verfügbare Arzneimittel, die für die Behandlung von COVID-19 eingesetzt wurden. In der Krise wurde deutlich, dass der Ausbau der Medikamentenproduktion in Europa ganz wesentlich für die zukünftige Entwicklung und Stabilität unseres Gesundheitssystems ist. Wie stark ist Österreich als Forschungsstandort bzw. was muss getan werden, um ihn zu stärken? Raimon: Um die Forschung und Produktion von Arzneimitteln in Österreich zu halten, ist es entscheidend, den österreichischen Standort attraktiv zu ge- stalten und entsprechend günstige Rahmenbedingungen zu schaffen. Wobei man sagen kann, dass die Produktion von innovativen Arzneimitteln schon jetzt weitgehend in Europa angesiedelt ist. Wenn Österreich bzw. Europa als Forschungs- und Produktionsstandort weiter ausgebaut werden soll, dann benötigt es nicht nur standortbezogene Förderungen und Anreize, sondern auch gute Rahmenbedingungen für eine entsprechende Preispolitik. Denn Preisdumping lässt sich nicht mit unseren guten Arbeitsmarktbedingungen verbinden, wie wir sie in Europa haben. Das heißt, es gilt das Spannungsfeld der adäquaten österreichischen Produktions- und Personalkosten und niedrigen Medikamentenpreisen aufzulösen. Wichtig ist auch ein starkes Patentrecht, um die Medikamentenentwicklung und -produktion nicht zu untergraben. ♦ FOPI – Daten und Fakten • Das Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie (FOPI) umfasst 26 Pharmaunternehmen in Österreich (z. B. Takeda, Novartis, Roche, Pfizer, Bayer, gsk, AstraZeneca u. v. m.) mit 11.200 Mitarbeitern • 300 Mio. Euro werden in Forschung & Entwicklung investiert • Mag. Ingo Raimon ist Geschäftsführer von AbbVie, dem Österreich-Ableger eines Konzerns mit weltweit 30.000 Mitarbeitern, und Weinbauer in Breitenbrunn/Burgenland Foto: asoluto Angelika Schiemer

GUUTE MAGAZIN | Oktober 2020 15 | LOKALES Foto: Zeidler SPATENSTICH Neubau von Nordfels in Bad Leonfelden Mit einer Gesamtinvestition von 4 Millionen Euro erweitert die Nordfels GmbH ihr Unternehmen in Bad Leonfelden. Das bedeutet nicht nur eine wichtige Investition in die Region, sondern schafft auch 30 neue Arbeitsplätze. Konkret erweitert Nordfels sowohl seine Werkstätten – als auch Büroflächen, zudem werden neue Aufenthalts- und Pausenflächen geschaffen. Darüber hinaus wird das neue Firmengebäude mit Spatenstich der Nordfels GmbH in Bad Leonfelden – v.l.: Johannes Kaar, Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner, Martin Reingruber, Bürgermeister Alfred Hartl, Edmund Jenner-Braunschmied. Wärmepumpe und Photovoltaik-Anlage auch ökologisch sowie mit Smart Office und Videokonferenzsystem auch in Sachen Digitalisierung top aufgestellt sein. Ebenso wird mit Investitionen in neue Maschinen und einer modernen Lackieranlage auch der Werkstättenbereich auf den neuesten Stand der Technik angepasst. „Dieses Erweiterungsprojekt ist ein Musterbeispiel dafür, wie das wirtschaftliche Comeback des Standorts Oberösterreich erfolgreich gelingen kann. Mit der neu- en Investitionsprämie des Bundes ist ein zusätzlicher Anreiz geschaffen worden, Investitionen nicht aufzuschieben, sondern gerade jetzt zu tätigen“, sagte Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner beim offiziellen Spatenstich. Nordfels liefert Automatisierungslösungen für zahlreiche Leitbetriebe in Oberösterreich, wobei das Branchen spektrum von Automotive, über Lebensmittelindustrie bis hin zu Sportartikel und Industriegüterproduzenten reicht. ♦ KAROSSERIE IM AUTOHAUS Ein-, Um- und Aufbauten vom Profi für höchste Ansprüche Für Kunden, die für ihr Fahrzeug ganz individuelle Ein-, Auf- und Umbauten suchen, hält die Karosserie-Abteilung des Autohaus Bad Leonfelden ein spezielles Angebot bereit: Andreas Schimpl und seine Kollegen sorgen dafür, dass die persönlichen Wunschvorstellungen auch tatsächlich Wirklichkeit werden. „Geht nicht gibt’s nicht“: Andreas Schimpl sorgt in der Spenglerei des Autohaus Bad Leonfelden für die individuellen Ein-, Um- und Aufbauten. Anzeige Foto: Autohaus Mit mehr als 20 Jahren im Unternehmen fast schon ein „Urgestein“, ist Schimpl der Fachmann in Sachen Fahrzeug-Umbauten. Kundendienst- und Lieferwägen werden dabei ebenso exakt nach Kundenwunsch umgerüstet wie Pickups oder Campingfahrzeuge. „Keine Lösung gleicht der anderen, der Begriff ‚individuell‘ ist wirklich zutreffend“, sagt der gelernte KFZ-Techniker und Spengler. Handwerkliches Geschick und Hausverstand sind im herausfordernden Berufsalltag dabei tägliche Begleiter und sorgen dafür, dass auch knifflige Vorstellungen realisiert werden können. „Geht nicht gibt’s nicht“ meint Andreas Schimpl – und freut sich über jeden erfolgreichen Umbau: „Es ist schön, wenn ein Projekt abgeschlossen und der Kunde zufrieden ist“, sagt der KFZ-Spengler. Dabei ist die Arbeit für ihn mehr als „nur“ ein Job: Sie ist Beruf und Berufung gleichermaßen, die er mit Einsatz und voller Leidenschaft lebt. ♦ 07213/8383