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Mühlviertel Magazin Oktober 2020

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26 | LOKALES

26 | LOKALES Oktober 2020 | GUUTE MAGAZIN WOHNBAU Neues Immobilienprojekt am Zentrumsrand von Gallneukirchen Die Stadtgemeinde Gallneukirchen stellte bei einer Bürgerinformationsveranstaltung das im Bereich Alte Straße/Langfeld geplante Immobilienprojekt der JHP GmbH den Anrainern vor. Durch dieses entsteht im Westen der Gusenstadt ein Wohnpark für rund 70 Eigentumswohnungen mit Größen zwischen So soll der neue Wohnpark in Gallneukirchen aussehen. 35 m 2 bis 115 m 2 . Besonderes Augenmerk wurde bei der Planung vor allem auf öffentlich zugängliche Park- und Freizeitanlagen im Ausmaß von 1500 m 2 , größtmögliche Barrierefreiheit von der Tiefgarage bis zu den Wohnungen, sowie einer hervorragenden technischen Infrastruktur gelegt. Zusätzlich hat das Architektenteam von Planet Architects auf attraktiven Wohnraum durch überdurchschnittlich große Loggien und Terrassen oder Balkone wert gelegt. Kritisch hinterfragt wurde in der anschließenden Fragerunde von den Anrainern vor allem die Parkplatz- und Verkehrsproblematik rund um den neu entstehenden Wohnpark, aber auch die Verdichtungs- und Lärmsituation. ♦ Fotos: JHP GmbH Details zu dem Projekt gibt’s bei der JHP GmbH, Ferihumerstraße 13, 4040 Linz, +43 732 931634. Präsentation des neuen Wohnprojekts in Gallneukirchen: v.l.: Moderatorin Sabine Lindorfer, Bürgermeisterin Gisela Gabauer, das Architektenteam Gerhard Abel und Birgitta Kunsch und Johannes Hofer von der JHP GmbH Anzeige

GUUTE MAGAZIN | Oktober 2020 27 | LOKALES Fotos: Reisinger Neustart für Filmszene Ottensheim Im Bezirk Urfahr-Umgebung gibt es nur noch zwei Kinos: Den Kino-Treff in Bad Leonfelden und eben die Filmszene in Ottenheim. Diese beiden Kultureinrichtungen können nur deswegen bestehen, weil die Eigentümer viel Herzblut und Enthusiasmus in ihre Liebkinder stecken und für ein gutes Filmangebot sorgen. Vor zwei Jahren zog sich Beate Haller-Fischerlehner vom Tagesgeschehen in der Filmszene Ottensheim in die zweite Reihe zurück und verpachtete das Kino. Unter der Bezeichnung „Bua`s“ Filmszene spielte es weiter. In der Corona-bedingten Pause warf der Pächter aber das Handtuch. „Uns blieb gar nichts anderes übrig, als das Kino selbst wieder zu führen. Wenn wir nichts gemacht hätten, wäre es vorbei gewesen mit der Filmszene“, erzählt Beate Haller-Fischerlehner. Seit 17. Juli wird wieder gespielt. Nach einer Grundreinigung des Kinosaales und nach der Wartung aller Geräte erstrahlt die Filmszene sprichwörtlich in altem Glanz. Vor 35 Jahren, am 1. März 1985, ist das erste „Kino bei Tisch“ in Österreich eröffnet worden. „Was im Wohnzimmer Kino BEI TISCH beim TV-Abend passiert, ist auch bei uns im Kino während eines Filmes möglich – etwas trinken und Snacks knabbern“, erklärt die Besitzerin den Grundgedanken des „Kinos bei Tisch“. Eine behagliche Atmosphäre und das Zurücklehnen in bequemen Fauteuils gehören in der Filmszene zu einem behaglichen Kinoabend. Entscheidend ist dabei aber für die Besucher immer noch, was auf der Leinwand gezeigt wird. „Filme bekannter internationaler Regisseure, die Land, Landschaft und das Leben der Menschen dort in einer Geschichte zeigen, sind für mich ebenso wichtig wie Dokumentationen“, ist die Ottensheimerin, die von den Stamm-Cineasten auch gerne als „Seele“ der Filmszene bezeichnet wird, überzeugt. Einzigartig: Das Kinoerlebnis bei Tischen in der Filmszene in Ottensheim. Ende Juli stand beispielsweise die Dokumentation „Brot“ von Harald Friedl auf dem Programm. Über Brot gibt es einiges mehr zu erzählen als viele vermuten würden. Darüber berichteten der Brotsommelier, Bäcker- und Konditormeister Christopher Lang sowie Stefan Faschinger von der Biobäckerei „Brotsüchtig“. Das Publikumsinteresse war gewaltig. Am 25. September war der Film „Rettet das Dorf“ in Anwesenheit der Regisseurin Teresa Dirnberger das nächste Highlight. Abwanderung, leere Häuser in Dorfzentren – das ist überall feststellbar. Das Problem wird durch den Film bewusst gemacht und diskutiert. Es gibt kaum ein Dorf-, Markt- oder Stadtzentrum, auch in Oberösterreich, in dem leere Häuser auf eine neue Zukunft warten. Mittelfristig will sich Beate Haller- Fischerlehner ums Kino kümmern: „Wir lassen uns Zeit mit der Suche nach einem seriösen Pächter, der Wert legt auf Qualität bei den Filmen und auf Stil bei der Präsentation in diesem Haus.“ Derzeit laufen von Freitag bis Sonntag Filme im Kino Ottensheim. Das Programm ist im Internet kino@ filmszene.at zu erfahren. 101 Jahre Kino Ottensheim Die Urgroßeltern von Beate Haller-Fischerlehner, Anna und Johann Leeb, gründeten gleich nach dem 1. Weltkrieg, im Jahr 1919, Kino und Fotogeschäft, Dann übernahm deren Tochter Anna Stöger. Nachfolgerin wurde erneut deren Tochter Auguste und ihr Gatte Leopold Fischerlehner. Nach dem Neubau der Filmszene in der Bahnhofstraße übernahm in vierter Generation Tochter Beate Haller-Fischerlehner. ♦ -w.r.- Beate Haller-Fischerlehner ist die „Seele“ des Ottensheimer Kinos.