Aufrufe
vor 9 Monaten

Mühlviertel Magazin Oktober 2021

  • Text
  • Lehrlinge
  • Oktober
  • Wimberger
  • Lehre
  • Gruppe
  • Ausbildung
  • Alpbach
  • Leonfelden
  • Gemeinsam
  • Akademie
  • Www.guutemagazin.at

26 | WIRTSCHAFT

26 | WIRTSCHAFT Oktober 2021 | MÜHLVIERTEL-MAGAZIN Vom Lehrling zum erfolgreichen Unternehmer Am Anfang stand der eiserne Wille eines jungen Mannes, sich nach Lehre und Meisterprüfung selbstständig zu machen. 24 Jahre später ist Roman Rammerstorfer mit seiner Firma RORA Installationen GmbH mit 50 Beschäftigten einer der größten Arbeitsgeber in Feldkirchen an der Donau und in der gesamten Region. KARRIERE MIT Lehre Nach der Hauptschule in seinem Heimatort begann Rammerstorfer bei der damaligen EBG in Linz mit der Lehre eines Gas- und Wasserleitungsinstallateurs und Zentralheizungsbauers. Mit 22 Jahren hatte er den Meisterbrief in der Hand und im Kopf jede Menge Zukunftsideen. „Ich wollte unbedingt meinen eigenen Betrieb haben. Mein Vater Robert hat mir davon abgeraten. Als er aber gemerkt hat, dass ich von meinem Plan nicht abzubringen bin, hat er voll mitgezogen und ist mein erster und wichtigster Mitarbeiter geworden. Sein Arbeitgeber hatte damals gerade zugesperrt.“ Vom Lehrling zum erfolgreichen Unternehmer: Roman Rammerstorfer von RORA Installationen in Feldkirchen/D. Marktlücke erkannt Der junge Unternehmer hat die Marktlücke in der großen Gemeinde, in der schon immer eifrig gebaut wird, erkannt. Bald gab es immer mehr Aufträge aus der Region, schnell zählte die Firma elf Beschäftigte. Das erste Betriebsgebäude am Sechterberg wurde rasch zu klein. Ein zweckmäßiges, attraktives Betriebsgebäude entstand 2002 im Gewerbepark Feldkirchen. Im selben Jahr erhielt RORA auch den OÖ Jungunternehmerpreis. Aus dem wachsenden Betrieb wurde 2004 eine GmbH. Die Zahl der Aufträge, die Vielfalt der Leistungen bei Installations- und Elektroarbeiten und damit die Zahl der Mitarbeiter wuchsen ständig, sodass die Firmenzentrale am Standort Gewerbepark im Jahr 2015 erneut vergrößert werden musste. Ein Komplettanbieter „RORA Installationen GmbH ist längst ein Komplettanbieter in Sachen Haustechnik geworden, weil wir eben Installationen und Elektro unter einem Dach haben. Alles aus einer Hand - das ist ein Angebot, das bei den Kunden sehr gut ankommt, wir gehören da zu den Pionieren“, sagt der Unternehmer zur Entwicklung seiner Firma. Doch die Technik schreitet rasch voran. Gro- ße Umwälzungen bringt etwa der Heizungssekttor mit sich: „Meiner Meinung gehört die Zukunft der Luft-Wärme-Pumpe. Sie ist effektiv und geräuscharm. Umweltfreundliche Heizsysteme gehören schon seit der Firmengründung zu unserem Angebot“, betont Geschäftsführer Rammerstorfer. Auch die Photovoltaik steht vor einem „goldenen Zeitalter“: Sie liefert Strom und Wärme und macht auch Eigenheime teilweise unabhängig vom öffentlichen Stromnetz. „Photovoltaikanlagen und Stromspeichen kosten nur noch ein Drittel gegenüber vor zehn Jahren, sind also leistbar geworden“, zeigt Rammerstorfer eine Möglichkeit auf, wie man bei Sanierung oder Neubau aktiv etwas fürs Klima tun kann. Vor diesem Hintergrund ist die Suche nach sehr guten Mitarbeitern für Rammerstorfer eine „Daueraufgabe, „weil immer mehr Spezialisten erforderlich sind“. Das Werben um Lehrlinge zählt für RORA zu den vordringlichsten Aufgaben. Die Teilnahme an diversen Veranstaltungen wie an der GUUte-Lehrlingsshow sind unersetzbar geworden, um sich auch als Ausbildungsbetrieb bei Jugendlichen und Eltern in Erinnerung zu rufen: „Wir haben durchschnittlich zehn bis zwölf Lehrlinge, die wir ausbilden. Nach der Lehrzeit haben sie die Chance, sich zusätzliche Berufsqualifikationen zu erwerben. Aber Weiterbilden begleitet uns längst unser ganzes Arbeitsleben“, betont Rammerstorfer. Dass die Ausbildungsaktivitäten bei RORA erstklassig sind, das bestätigt der österreichische Staatspreis 2013 „Fit For Future – Beste Lehrbetriebe“. ♦ -w.r.- Foto: Reisinger

MÜHLVIERTEL-MAGAZIN | Oktober 2021 27 | POLITIK GEMEINDERATSWAHLEN Gespannte Blicke auf die einzige SP-Hochburg im Bezirk Nicht nur die Bürger vor Ort, sondern auch die Landesparteizentralen blicken gespannt auf die Ergebnisse der Bürgermeister- und Gemeinderatswahlen in Feldkirchen an der Donau: Durch die besondere Ausgangslage ist die Donau-Gemeinde am 26. September ein echter „Hot-Spot“. Dabei steht viel auf dem Spiel: Verteidigt die SP ihren einzigen Bürgermeister im Bezirk und die Absolute im Gemeinderat (16 von 31 Mandaten)? Kann die VP ihren Abwärtstrend der letzten drei Wahlen umkehren (von 12 auf neun Mandate)? Wird die starke FP-Fraktion (6 Mandate) stabil bleiben? Wie viele Stimmen wird die neue Bürgerliste FAIR Feldkirchen aus den Lagern der politischen Mitbewerber und der Nichtwähler fischen? Foto: Reisinger Amtsinhaber Bgm. David Allerstorfer bekommt es bei den Wahlen mit starker Konkurrenz zu tun. Neue Bürgermeisterkandidaten Bis auf den routinierten FP-Gemeindepolitiker und Landtagsabgeordneten Günter Pröller stellen sich eine Kandidatin und zwei Herren erstmals der Direktwahl als Bürgermeister. Für die SP tritt der regierende Ortschef Mag. David Allerstorfer (41) an, der im Jänner vom Gemeinderat in diese Funktion gewählt wurde. Zum zweiten Mal stellt die VP eine Frau als Kandidatin: Die bestens vernetzte Polit-Quereinsteigerin, Wirtschaftskammer- und Wirtschaftsbund-Bezirksobfrau Mag. Sabine Lindorfer (46), fordert den Amtsinhaber heraus. Dazu tritt auch Ing. Robert Gumpenberger für die Liste FAIR an, der seit zwölf Jahren Gemeinderat ist und auch fünf Jahre SP-Vizebürgermeister war. Durch die Ausgangslage gilt es als unwahrscheinlich, dass es im ersten Wahlgang einen Sieger geben wird – Polit-Insider gehen von einer Stichwahl am 10. Oktober aus. Hoher Frauenanteil Mindestens so spannend wie die Bürgermeisterwahl wird auch jene zum Feldkirchner Gemeinderat. Dabei steht eines schon jetzt fest: Der neue Gemeinderat der Donaugemeinde wird so weiblich wie noch nie zuvor. Zumindest auf zwei Listen ist Frauenpower angesagt: Die Bürgerliste FAIR macht ihrem Namen alle Ehre und schickt je neun Frauen und Männer ins Rennen. Aber auch die VP überrascht mit weitgehender Ausgewogenheit: Auf der Kandidatenliste stehen 27 Frauen 31 VP-Spitzenkandidatin Sabine Lindorfer kann auch auf die Unterstützung von Landeshauptmann Thomas Stelzer zählen. Männern gegenüber. Und die Frauen haben im „Team Sabine Lindorfer – VP Feldkirchen“ den Vortritt: Auf den Plätzen mit ungeraden Nummern stehen die Damen, auf den geraden die Herren. Mehr als ein Drittel der auf der FP-Liste Angeführten sind Frauen (12 von 32). Die SP stellt elf Kandidatinnen und 30 Männer. Mit dem ÖGB-Landessekretär Stefan Guggenberger (SP) und Bauernbunddirektor Ing. Wolfgang Waller (VP) kandidieren übrigens auch zwei Persönlichkeiten für den Gemeinderat, die im politischen Geschehen auf Landesebene wichtige Funktionen ausüben. ♦ -w.r.- Foto: Team Lindorfer