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Mühlviertel Magazin Oktober 2021

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4 | LOKALES

4 | LOKALES Oktober 2021 | MÜHLVIERTEL-MAGAZIN NEUES PROJEKT IN GALLNEUKIRCHEN Für eine Stadthalle Von Bernhard Haudum Eine erstaunliche Kaltschnäuzigkeit Für eine Stadthalle am Platz des bisherigen Hallenbades machen sich Bürgermeister Helmut Hattmannsdorfer und Vizebürgermeisterin Nadja Kletzmair stark. Das Projekt soll das Zentrum aufwerten und würde auch Synergien mit bereits vorhandenen Kulturträgern wie der Stadtkapelle oder der Landesmusikschule ergeben. Mit speziellen Herausforderungen sahen sich in den letzten Wochen die heimischen Medien konfrontiert: Durch die Coronapandemie rückten sie im Wahlkampf für die Landtags-, Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen mehr als normal schon üblich in den Mittelpunkt. Weil klassische Instrumente der Kommunikation nicht oder nur eingeschränkt möglich waren, gewann der mediale Auftritt zusätzlich an Bedeutung. Mit der Konsequenz, dass die Mailboxen in den Redaktionen überquollen und die „Interventionitis“ fröhliche Urständ feierte. Zeigte diese nicht den gewünschten Erfolg, war die Zündschnur äußerst kurz. Harsche Töne und Versuche, auf die Berichterstattung direkt Einfl uss zu nehmen, wurden ebenso Alltag wie nie gekannte Auswüchse. Parteimitarbeiter, die redaktionelle Stories unverblümt „zum Gegenlesen“ einforderten, kamen ebenso vor wie Kandidaten, die meinten, ein Recht auf Berichterstattung zu haben. Die so gelebte Kaltschnäuzigkeit war erstaunlich und macht betroffen: Wer sich traut, an einer Säule wie der Medienfreiheit zu rütteln, dem ist wohl auch im Hinblick auf andere Errungenschaften unserer Demokratie nicht wirklich zu trauen. IMPRESSUM: Medieninhaber und Herausgeber: haudum media GmbH, Hauptstraße 36, 4191 Vorderweißenbach. Redaktion: 4190 Bad Leonfelden, Gewerbezeile 20, Tel.: 07213/6202-20. Erscheinungsweise: monatlich. Verlags- und Redaktionsleitung: Bernhard Haudum. Grafi sche Gestaltung: Druckerei Bad Leonfelden. Druck: Walstead NP-Druck, St. Pölten. Verteilung: Post AG. Nachdruck bzw. Verwertung nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Verlages. ©2021 – alle Rechte vorbehalten! Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz: Grundlegende Richtung: Unabhängige Regionalberichterstattung. Unternehmensgegenstand der haudum media GmbH: Verlagstätigkeit, PR- und Werbeagentur, Fotografi e. Gesellschafter und Geschäftsführer: Bernhard Haudum (100 %) NEUES ZENTRUM FÜR WAXENBERG Noch einmal ein Bier... Mit einem letzten Bier wurde in Waxenberg das ehemalige Gasthaus Zur Post verabschiedet. Das lange leer stehende Haus weicht einem neuen, multifunktionalen Gebäude, das das Zentrum von Waxenberg nachhaltig aufwerten wird. BESONDERER EVENT IN LICHTENBERG Kofferraum-Flohmarkt Mitte September ging in Lichtenberg der elfte Kofferraumfl ohmarkt über die Bühne. Organisiert vom ÖAAB, platzierten 115 Verkäufer ihr Auto am Gelände, öffneten die Kofferräume und verkauften ihre Schätze. Von Hausrat über gebrauchte Kleidung bis hin zu Sportgeräten war da alles mit dabei. GLEICHENFEIER IN OBERBAIRING Neues Wohnprojekt Freude bei den zukünftigen Eigentümern und der WOSIG: Vor wenigen Tagen konnte beim Wohnprojekt Oberbairing in der Gemeinde Altenberg mit zwei Doppelhaushälften und sechs Eigentumswohnungen die Dachgleiche gefeiert werden. BEI ORTSBILDMESSE AM SCHLAGZEUG Landesrat als Musiker Seine Passion für die Musik stellte Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner bei der Ortsbildmesse in Freistadt einmal mehr unter Beweis: Bei der erfolgreichen Schau ließ er es sich nicht nehmen, bei der Freistädter-Böhmischen am Schlagzeug als Taktgeber aktiv an der musikalischen Umrahmung der Veranstaltung mitzuwirken. Fotos: OÖVP-UU; Privat; WOSIG; Land OÖ./Kauder; ÖAAB Lichtenberg;

MÜHLVIERTEL-MAGAZIN | Oktober 2021 5 | POLITIK Von verunglückten Wahlplakaten und einsamen Bürgermeistern... In wenigen Tagen ist es soweit: Oberösterreich wählt und bestimmt damit, wer in den nächsten sechs Jahren im Land und in den Gemeinden das Sagen hat. Während das Match um den Landtag zumindest punktuell für Schlagzeilen sorgte, war es regional vor allem dort ruhig, wo der politische Wettbewerb schmerzlich vermisst wurde. Eine Analyse von Bernhard Haudum. Fotos: Privat, beha-pictures In wenigen Tagen wird sich zeigen, ob die Wahlplakate entsprechend gewirkt haben. Der große Aufreger des Landtagswahlkampfes passierte in der Schlussphase und betraf die Grünen: Mit dem Plakat „Bio oder Gift“ zogen sich diese den Groll der heimischen Bauernschaft zu. Suggerierte das Sujet doch, dass alle Landwirte, die nicht biologisch wirtschaften, de facto „Giftspritzer“ seien. Bis hin zu Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger rückten führende Bauernvertreter aus, um der Ökopartei ob dieser Botschaft kräftig die Leviten zu lesen. Von „respektlos, primitiv bis hin zu niveaulos und dreckig“ reichten die Attribute, mit denen sich die grünen Wahlkämpfer konfrontiert sahen. Diese hielten in der Person von Spitzenkandidat Stefan Kaineder zwar wacker dagegen – die Argumentation, dass man damit die „multinationale Agrarindustrie“ gemeint hätte, war in Anbetracht der Regionalität der anstehenden Wahlen aber letztlich doch etwas dürftig. Dass sich die Grünen mit dieser Aktion ein kräftiges Eigentor geschossen haben, ist indes nicht auszuschließen: Solidarisierten sich doch auch viele Konsumenten und damit potenzielle Wähler mit „ihren“ Bauern. Apropos Eigentor: Auch regional setzten sich die Ökopartei kräftig in die Nesseln. Bei einer Raddemo in Bad » Anzeige