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Mühlviertel Magazin Oktober 2022

20 | LOKALES

20 | LOKALES Oktober 2022 | MÜHLVIERTEL-MAGAZIN PESENBACH 20 Jahre Warten auf Hochwasserschutz Ein Pegel bei der Pesenbach-Brücke in Bad Mühllacken und ein zweiter im Gemeindegebiet St. Martin: Das sind die ersten realisierten Schritte zu einem Hochwasserschutz nach der verheerenden Überschwemmung der Orte Bad Mühllacken, Oberndorf und Pesenbach am 12. August 2002 durch Pesenbach und Tiefenbach. Das ist vielen Betroffenen zu wenig, wie eine Unterschriftenaktion zeigt. Ein Foto mit Symbolcharakter: Das Hochwasser 2002 hat im Pesenbachtal hat das Dach der Bruno-Kapelle ausgehoben. Foto: Privat Foto: Reisinger Natürlich hilft ein Pegel-Info-System am Oberlauf des Pesenbachs in Gerling: Wenn es beispielsweise stundenlang schüttet, kann die Feuerwehr die Christian Sandler sammelte Unterschriften. Bevölkerung vor einem drohenden Hochwasser rechtzeitig informieren. Es müssen aber auch – so wie in vielen anderen Gebieten des Bundeslandes – Retensionsbecken geschaffen werden, in denen Wasser eines hochwasserführenden Pesenbaches gebunkert werden kann. In Sachen Hochwasserschutz ist zwar einiges diskutiert worden, doch erst jetzt wird das Vorhaben ernsthaft angegangen. Einer der Hauptbetroffenen, Christian Sandler aus Bad Mühllacken, dessen Haus über zwei Meter hoch von Wasser und Schlamm überflutet war, sammelte unter Leidensgenossen Unterschriften. „Die Pesen- bach-Anlieger sind besorgt, dass eine solche Katastrophe jederzeit wieder passieren kann“, sagt Sandler. In mehr als 100 Häusern unterschrieben Betroffene: „Die Leute sagten mir, sie seien dankbar, dass jemand die Initiative ergriffen hat.“ Er überreichte die Listen an die politisch Verantwortlichen der Gemeinde Feldkirchen. „Sinnvolle Rückhaltebecken können Schäden verhindern, Menschenleben retten“, sinniert Sandler, „Restholz vom Schlägern und Schwemmholz können jederzeit zu Verklausungen und zu einer Katastrophe wie 2002 führen. Dieses Holz sollte laufend aus dem Bachbett entfernt werden“. Anzeige Zwei Zuständigkeiten Kurios: Für jeden der beiden Bäche gibt es andere Zuständigkeiten: Für den Pesenbach ist es der Gewässerbezirk Grieskirchen, für den Tiefenbach, der im Naturschutzgebiet in den Pesenbach mündet, die Wildbach- und Lawinenverbauung. Warum das so ist, erläutert DI Stefan Werfring, der Leiter des Gewässerbezirkes Grieskirchen: „Alle Gewässer, die in der Betreuung bzw. Zuständigkeit der Wildbach- und Lawinenverbauung liegen, werden durch Verordnung des Landeshauptmannes festgelegt. Grundlage hierfür bildet das Forstgesetz 1975. Jene Gewässer, die nicht in dieser Verordnung aufgezählt sind, fallen in die Zuständigkeit der Bundeswasserbauverwaltung und werden in Oberösterreich durch die Gewässerbezirke betreut.“ Donau und Grenzgewässer sind Sache des Bundes. ♦ -w.r.-

MÜHLVIERTEL-MAGAZIN | Oktober 2022 21 | MOTOR STARTERFELD PRAKTISCH KOMPLETT GEFÜLLT Gefragte Mühlviertel- Classic 2023 Welch guten Ruf die Mühlviertel- Classic in der Oldtimerszene inzwischen genießt, zeigen die Nennungen für die 2023er-Ausgabe der Veranstaltung: Das Starterfeld ist de facto schon jetzt zur Gänze gefüllt. Auch 2023 können die Oldtimer wieder aus nächster Nähe bestaunt werden. Fotos: was-tuat-si.at/Gaisbauer „Das Interesse war von Beginn der Einschreibfrist enorm: Bereits nach wenigen Tagen war ein Großteil der Startplätze weg, inzwischen sind wir de facto komplett ausgebucht“, freuen sich der Geschäftsführer der Tourismusregion Mühlviertler Hochland, Markus Obermüller, und Fahrtleiter Rudi Sammer über die große Nachfrage. Diese hat für die Organisatoren mehrere Gründe: Die einzigartigen Routen durch die nicht minder einzigartige Mühlviertler Landschaft kommen bei den nationalen und internationalen Teilnehmern ebenso gut an wie die Philosophie der Veranstaltung an sich. „Die Mischung aus entschleunigtem Fahrvergnügen, hochwertiger Kulinarik und einer erstklassigen Hotellerie ist eine echte Zugnummer“, sagt Markus Obermüller. Dazu komme die Ausrichtung als Charity-Veranstal- tung, die – so Obermüller – nachhaltig gelebt werde und damit mehr als „nur ein Feigenblatt“ sei. Auf das auf 120 Teilnehmer limitierte Starterfeld wartet von 15. bis 17. Juni 2023 ein abwechslungsreiches Programm: So führt der Prolog nach Südböhmen in das tschechische Weltkulturerbe nach Krumau. Und dann geht es u.a.in das obere Mühlviertel bzw. in die bayrische Grenzregion. ♦ Anzeige