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Mühlviertel Magazin September 2021

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16 | OBERNEUKIRCHEN

16 | OBERNEUKIRCHEN AKTUELL September 2021 | MÜHLVIERTEL-MAGAZIN BREITE INFRASTRUKTURINITIATIVE Straßenbauprogramm und Breitbandausbau laufen auf Hochtouren Gleich an mehreren Straßenbauprojekten wird derzeit in Oberneukirchen gearbeitet. In Waxenberg wurde indes mit den Grabungsarbeiten für die Versorgung mit Glasfaser- Internet begonnen. Etliche Gemeindestraßen – Lobenstein, Auf der Bleich, Galgenbühel, Froschau und Holzstraße – werden heuer von den Bauhofmitarbeitern saniert bzw. neu errichtet, dazu kommt noch die Neuerrichtung eines Teils der Waxenberger Straße samt Gehsteig und Leitungsinfrastruktur zu den neuen Baugründen „Auwiesen“ in Schaffetschlag in Kooperation mit der Landesstraßen- Der Straßenabschnitt Lobenstein wurde verlegt und von Grund auf neu errichtet. verwaltung und der Wassergenossenschaft. Auch die Versorgung mit leistungsstarkem Glasfaser-Internet hat die Gemeinde zu einer zentralen Zukunftsaufgabe gemacht. Das Gebiet Waxenberg wurde bereits in das Förderprogramm für den Breitband-Ausbau aufgenommen, mittlerweile haben hier auch die Bauarbeiten begonnen. Schritt für Schritt soll in den nächsten Jahren das gesamte Gemeindegebiet mit schnellem Internet versorgt werden. „Damit wird ein wichtiger Beitrag zu einer modernen und leistungsfähigen Infrastruktur für die nächsten Jahrzehnte geleistet“, sagt Bürgermeister Josef Rathgeb. Digitalisierung in Schulen Mit dem kommenden Schuljahr 2021/22 werden für die Schüler der Mittelschule Oberneukirchen und der Volksschulen in Oberneukirchen und Traberg neue Laptops und Tablets bereitstehen. Vor allem durch die Corona-Pandemie und das damit verbundene „Distance-Learning“ und „Homeschooling“ sei aufgezeigt worden, wie wichtig die Ausstattung mit digitalen Endgeräten sei, sagt Vizebürgermeisterin Anneliese Bräuer. Auch in der Landesmusikschule Oberneukirchen wurden die technischen Voraussetzungen geschaffen, um vom Schulgebäude aus Fernunterricht machen zu können. ♦ In Waxenberg wird derzeit die Versorgung mit Glasfaser-Internet umgesetzt. Gemeinde forciert Klimaschutz-Bemühungen An gleich mehreren Fronten wird in Oberneukirchen das Thema Klimaschutz offensiv angegangen. So wird etwa die gesamte Straßenbeleuchtung mit insgesamt 150 Lichtpunkten auf umweltschonende und energieeffiziente LED-Technik umgestellt. Aufgrund der Einsparung bei den Stromkosten werde sich die Investition von über 70.000 Euro schon in einigen Jahren rechnen, sagt Dieter Schwentner, Obmann des Ausschusses für Umwelt und Energie. Ab September steht den Oberneukirchner Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürgern außerdem der „MühlFerdl“ zur Verfügung: In Zusammenarbeit mit dem örtlichen Autohaus Opel Pramer und einigen Sponsoren hat man ein E-Auto angeschafft, das man über ein praktisches Carsharing-System einfach und kostengünstig ausleihen kann. Oberneukirchen sagt „Adieu Öl“ Bis Ende des Jahres wird in verschiedenen Kanälen über den Ausstieg aus der alten Ölheizung hin zu erneuerbarer Energie berichtet. Zusätzlich zu verschiedenen Aktivitäten der Gemeinde werden auch Schulen, örtliche Vereine und Unternehmen bei der Umsetzung und Durchführung mit innovativen Ideen aktiv eingebunden. „Damit wird gemeinsam ein weiteres starkes Klimaschutz-Signal in unserer Gemeinde gesetzt“, freut sich Bgm. Josef Rathgeb über die Zusammenarbeit. Neues Tennisklubhaus wurde eröffnet! Am 14. August fand die Eröffnung des generalsanierten Tennisklubhauses in Oberneukirchen statt. Die Gemeinde Oberneukirchen und die Sportunion-Sektion Tennis errichteten mit dem neuen Klubhaus eine moderne und gemütliche Begegnungsstätte für seine Vereinsmitglieder, Gäste und Sportbegeisterte. Mit Unterstützung des Landes, der Landessportunion und über 3.000 freiwilligen Arbeitsstunden der Sektion um Sektionsleiter Johann Hochreiter wurde dieses gelungene Projekt mit der heimischen Firma Elmer erfolgreich abgeschlossen. Mit den Gemeindespitzen Bürgermeister Josef Rathgeb und Vizebürgermeisterin Anneliese Bräuer, Landessportunion-Vizepräsident Walter Berger freuten sich viele Gäste über diesen gelungenen, modernen und qualitativ hochwertigen Bau. Pfarrer P. Wolfgang Haudum segnete die neuen Räumlichkeiten. Fotos: Gemeinde, M. Enzenhofer

MÜHLVIERTEL-MAGAZIN | September 2021 17 | LOKALES Dort, wo es nicht gehagelt hat, konnte man zumeist eine gute Ernte einfahren. ZWIESPÄLTIGE ERNTEBILANZ Zwischen guter Ernte und Totalausfall Zwischen exzellenten Ergebnissen und kompletten Ernteausfällen liegen heuer oft nur wenige hundert Meter: Die schweren Unwetter mit Hagel haben sich nicht nur auf die Ernte ausgewirkt, sondern zudem auch noch tausende Festmeter Schadholz zum Leidwesen der Bauern verursacht. Fotos: Vinzenz Feitzlmayr, Simone Leitner, LWK Während in den hagelfreien Zonen zum größten Teil sehr erfreuliche und etwa bei der Wintergerste sogar exzellente Ernteergebnisse eingefahren werden konnten, kam es in den von den Unwettern stark betroffenen Regionen zu erheblichen Ausfällen. So sieht die grundsätzliche Erntebilanz der Landwirtschaftskammer aus. In ganz Oberösterreich seien bisher über 120.000 Hektar landwirtschaftliche Flächen vom Hagel betroffen gewesen, darunter große Teile im Mühlviertel. Der Bezirk Rohrbach sei neben Vöcklabruck der von Totalschäden am stärksten betroffene Bezirk, heißt es aus der Landwirtschaftskammer. den vom Hagel schwer in Mitleidenschaft gezogen. Durch den Hagel ist vielen Bauern nicht nur ein Schnitt verloren gegangen, auch die Silomaisbestände wurden in manchen Regionen komplett vernichtet. Dazu kommen noch bereits gelagerte Siloballen, die von den Hagelkörnern beschädigt und erneut gewickelt werden mussten. Große Schäden auch in den Wäldern Die außergewöhnlich starken Gewitterstürme haben auch in den heimischen Wäldern ihre Spuren hinterlassen. In Oberösterreich haben die Unwetter laut Schätzungen der Bezirksforstinspektionen insgesamt 250.000 Festmeter Schadholz verursacht. Das entspricht rund zehn Prozent des durchschnittlichen jährlichen Holzeinschlags. Auch hier ist das Mühlviertel eine der am stärksten betroffenen Regionen. Der zuständige Landesrat Max Hiegelsberger rät allen Betroffenen, Ein Drittel der Hopfenernte ist heuer dem Hagel zum Opfer gefallen, so wie auf diesem Feld in der Rohrbacher Gemeinde Auberg. Auch Grünland betroffen Nicht nur Ackerkulturen, sondern auch tausende Hektar Grünland wurwenn möglich die Beihilfe aus dem Katastrophenfonds in Anspruch zu nehmen. Dazu müssen die Schadflächen eine Mindestfläche von 0,5 Hektar aufweisen, wobei sich die Gesamtfläche aus Teilflächen von mindestens 1.000 m 2 zusammensetzen kann. Ein Lichtblick für die Waldbesitzer sei, dass die Holzindustrie aufgrund der guten Baukonjunktur laufend frisches Holz braucht und es somit auch entsprechend viele Abnehmer für das anfallende Schadholz gäbe. ♦ Die schweren Gewitter haben auch in den heimischen Wäldern Spuren hinterlassen.