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Mühlviertel Magazin Themenschwerpunkt "Best Of Mühlviertel" 2020

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6 | BEST OF MÜHLVIERTEL

6 | BEST OF MÜHLVIERTEL Oktober 2020 | GUUTE MAGAZIN Landesrat Markus Achleitner setzt als Antwort auf Corona auf eine treffsichere Unterstützung der heimischen Wirtschaft. Foto: Landespresse „Werden alles unternehmen, damit die Wirtschaft zu alter Stärke zurück findet!“ Auch wenn die Corona-Pandemie das öffentliche und wirtschaftliche Leben nach wie vor fest im Griff hat, lässt der oö. Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner im Interview mit dem GUUTE Mühlviertel Magazin für die Zukunft Zuversicht erkennen. Die Fragen stellte Chefredakteur Bernhard Haudum. Die heimische Wirtschaft kommt bisher verhältnismäßig gut durch die Corona-Krise. Wie schätzen Sie die Entwicklung für die kommenden Herbstmonate ein? Achleitner: Wir sehen zwei Entwicklungen: Unternehmen, die besonders hart von der Corona-Krise betroffen sind, etwa die gesamte Veranstaltungsbranche. Diese Betriebe werden auch in den kommenden Monaten unsere Unterstützung brauchen. Und gleichzeitig gibt es zahlreiche Unternehmen, die die Krise als Chance nutzen konnten und jetzt auch schon wieder investieren. Die Wirtschaft ist also wieder in Bewegung und wir wollen alles unternehmen, damit unser Standort möglichst rasch wieder zu seiner alten Stärke zurückfindet. Das Mühlviertel war im Frühjahr von der Grenzschließung zu Tschechien besonders hart betroffen. Glauben Sie, dass solch harte Einschnitte noch einmal kommen können? Achleitner: Die Pandemie ist nach wie vor eine einzigartige Situation. Wir haben seit dem Frühling viel gelernt, viele Erfahrungen gemacht. Keiner von uns will noch einmal einen Lockdown, wie wir ihn hatten, aber wir wissen ehrlicherweise auch nicht, wie die Ent- wicklung in den kommenden Monaten sein wird. Aber wir setzen alles daran zu verhindern, dass nochmals derart harte Einschnitte erforderlich werden. Die Politik hat in einem engen Schulterschluss mit den Sozialpartnern den Betrieben rasch geholfen. Wie zufrieden sind Sie mit der Wirksamkeit der Hilfspakete? Achleitner: Unser Ziel in Oberösterreich war es, rasch zu helfen und vor allem auch dort zu helfen, wo die Maßnahmen des Bundes nicht greifen. Das ist uns mit unserem 580 Mio. Euro schweren Oberösterreich-Paket auch gelungen. Jetzt geht es darum, jenen

GUUTE MAGAZIN | Oktober 2020 7 | BEST OF MÜHLVIERTEL „Jetzt geht es darum, jenen zu helfen, die auch weiterhin Unterstützung brauchen.“ MARKUS ACHLEITNER WIRTSCHAFTS-LANDESRAT zu helfen, die auch weiterhin Unterstützung brauchen. Zugleich wollen wir auch schon Impulse setzen, damit Oberösterreich sogar gestärkt aus der Krise hervorgehen kann. Teilen Sie die Befürchtung, dass es nach dem Ende der Unterstützungsmaßnahmen der öffentlichen Hand zu einer Insolvenzwelle kommen könnte? Achleitner: Mit unseren Unterstützungsmaßnahmen wollen wir die Menschen und Betriebe durch die Krise begleiten. Es geht darum, diese Maßnahmen, aber auch Rückzahlungen, beispielsweise für Stundungen, nun so zu gestalten, um eine Insolvenzwelle zu verhindern. Die Bundesregierung arbeitet daran bereits intensiv, ich habe dazu auch Vorschläge eingebracht. Mit dem Schicksal der Betriebe eng verknüpft ist der Arbeitsmarkt. Wie schätzen Sie hier die Situation im kommenden Herbst und Winter ein? Achleitner: Es ist grundsätzlich erfreulich, dass die Arbeitsmarktdaten zeigen, dass in Oberösterreich die Corona-bedingte erhöhte Arbeitslosigkeit weiterhin zurückgeht. Aber jede und jeder Arbeitslose ist noch eine und einer zu viel, daher kämpfen wir weiterhin darum, dass möglichst viele Menschen in Beschäftigung bleiben oder rasch wieder in Beschäftigung kommen. Wir wissen, dass der Herbst und Winter gerade auch für den Arbeitsmarkt herausfordernd wird, daher haben wir ein Bündel von Unterstützungsmaßnahmen geschnürt, insbesondere im Bereich Qualifizierung. Die Gastronomie und die Tourismuswirtschaft leiden besonders unter den Corona-Restriktionen. Was sagen Sie den Vertretern dieser Branchen, die auch im Mühlviertel um die bevorstehende Wintersaison bangen? Achleitner: Der Wintertourismus in Oberösterreich lebt nicht von Apres-Ski, sondern punktet mit einem einzigartigen Naturerlebnis und das wird von Corona nicht beeinträchtigt. Es gibt ein Sicherheitskonzept der Bundesregierung für den Wintertourismus, das gute Voraussetzungen für eine trotz Pandemie erfolgreiche Wintersaison in Oberösterreich bietet. ♦ Anzeige